September 12, 2026 1:31 p.m. CEST

Ortstaxe wird erhöht

Bozen bittet Touristen stärker zu Kasse


15.09.2025 – 14:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Waltherplatz in Bozen: Bei gutem Wetter sieht man von Bozen aus die Dolomiten, die Sarntaler Alpen und die Texelgruppe der Ötztaler Alpen. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Val Thoermer)

Bozen wird für Reisende bald teurer. Wer davon profitieren soll, ist schon festgelegt worden.

Ab dem 1. Januar 2026 müssen Urlauber in der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen (Italien) tiefer in die Tasche greifen. Die Stadt will die Ortstaxe anheben, wie das Nachrichtenportal „Südtirol News“ berichtet. Der Beschluss der Stadtregierung müsse nur noch von Kommission und Gemeinderat bestätigt werden. Die Erhöhung soll Bozen jährliche Mehreinnahmen von rund 300.000 Euro bringen.

Geplante Tariferhöhung pro Nacht und Person:

Bei derzeit etwa 940.000 Übernachtungen pro Jahr und Einnahmen aus der Ortstaxe von rund 2,1 Millionen Euro kämen den Berechnungen zufolge 2026 Einnahmen von etwa 2,4 Millionen Euro zustande. Zwei Drittel davon soll die Bozener Tourismusorganisation erhalten, 30 Prozent die Vermarktungsgesellschaft IDM Südtirol und zehn Prozent würden wie bisher an die Stadt gehen.

Bürgermeister Claudio Corrarati sagte „Südtirol News“ zufolge, Bozen ziehe damit mit anderen Südtiroler Tourismusorten gleich. „Die zusätzlichen Mittel werden helfen, die Belastungen für die Bevölkerung abzufedern“, sagte er. Dazu gehören das hohe Verkehrsaufkommen, ständig überfüllte Busse und große Mengen Abfall.

Aber auch der Tourismus werde positive Effekte zu spüren bekommen. So will die Bozener Tourismusorganisation in neue Projekte und ein attraktiveres Angebot für internationale Gäste investieren. Aus den jüngsten Daten war hervorgegangen, dass weniger deutsche Gäste nach Bozen reisten. US-Amerikaner hätten die Lücke aber geschlossen. Auch die Zahl der Gäste aus Asien nehme deutlich zu.

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