September 14, 2026 1:05 p.m. CEST

Tanken in Köln

Spritpreis steigt auf Rekordhoch


Aktualisiert am 14.09.2026 – 11:16 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Auto wird betankt (Symbolfoto): Die Preise in Köln sind am Wochenende stark gestiegen. (Quelle: Marco Bader/imago)

Die Krise im Nahen Osten trifft auch die Autofahrer im Rheinland: In Köln steigen die Spritpreise deutlich.

Im Zuge des Konflikts im Nahen Osten sind die Spritpreise in Köln am Wochenende teils auf ein neues Rekordhoch geklettert. Laut dem Portal „clever-tanken.de“ lag der Preis für den Liter Diesel am Sonntag in Köln bei durchschnittlich 2,42 Euro – knapp unter dem bisherigen Rekord von Anfang April (2,44 Euro).

Beim Super E10 wurde dagegen ein neuer Höchstwert erreicht: Im Durchschnitt kostete der Liter hier 2,30 Euro. Das Preisniveau liegt schon seit Ende Juli über dem vorherigen Höchststand Anfang April, als zwischen den USA, Israel und dem Iran ein Krieg ausgebrochen war. Für E5 gab das Portal am Montagvormittag keine Daten aus.

Tankstellen-Preise ziehen stark an

Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags kostete ein E10-Liter 2,27 Euro, wie der ADAC mitteilt. Das waren 1,7 Cent mehr als am Freitag. Diesel legte sogar um 3,5 Cent zu. In den vergangenen beiden Wochen haben die Spritpreise kräftig angezogen. Noch am 30. August war E10 um gut 12 Cent billiger als am Sonntag. Diesel um gut 20 Cent.

Und die Vorzeichen für die weitere Entwicklung am Mittag sehen nicht gut aus: Die Ölpreise haben zum Wochenstart nach schlechten Nachrichten aus dem Nahen Osten zugelegt.

Zuletzt kam es am Persischen Golf wieder zu gegenseitigem Beschuss. (Archivbild) (Quelle: Vahid Salemi/AP/dpa/dpa-bilder)

Iran-Konflikt treib Ölpreis in die Höhe

Seit Februar dieses Jahres sind die Öl- und Gasmengen auf dem Weltmarkt infolge des von den USA und Israel begonnenen Iran-Krieges deutlich verknappt. Zum einen greift Teheran regelmäßig US-Stützpunkte und Energieinfrastruktur in den mit den USA verbündeten Golfstaaten an. Überdies ist die für den Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus faktisch blockiert. Mit der Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer steht eine weitere wichtige Transportroute zunehmend unter Druck: Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen teilte am Freitag mit, die Kontrolle über die Meerenge übernommen zu haben. Zudem schloss Saudi-Arabien, das im Jemen die gegen die Huthis kämpfenden Regierungstruppen unterstützt, vorübergehend die wichtige Ost-West-Pipeline nach Huthi-Drohnenangriffen.

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