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So stellt man eine VPN-Verbindung zur Fritzbox her

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Über eine VPN-Verbindung surft man unterwegs über das heimische WLAN und hat sicheren Zugriff auf Netzwerkspeicher und Geräte. Die Einrichtung ist gar nicht mal so schwierig und wird nach einem Update des FritzOS sogar zum Kinderspiel. ntv.de zeigt, wie’s geht.

Ein Virtual Private Network, kurz VPN, ist den meisten Nutzern vor allem als Dienst bekannt, mit dem man seine IP-Adresse verschleiern und Ländersperren umgehen kann. Es gibt aber auch VPN-Verbindungen, die dazu dienen, von unterwegs einen sicheren Zugriff auf das Netzwerk zu Hause oder in der Firma und darin befindliche Geräte zu erhalten. Das kann beispielsweise die Smart-Home-Steuerung der Heizung oder ein eingebundenes Speichermedium (NAS) sein. Was viele nicht wissen: Auch die Fritzboxen haben so eine VPN-Funktion. ntv.de erklärt, wie man sie einrichtet und Smartphones und andere mobile Geräte verbindet.

MyFritz-Konto anlegen

Falls man es noch nicht getan hat, muss man zunächst ein MyFritz-Konto anlegen. Dazu öffnet man im PC-Browser über die Adress-Eingabe https://fritz.box die Benutzeroberfläche und meldet sich mit seinem Kennwort an. Anschließend wählt man im Menü links Internet und anschließend MyFRITZ!-Konto aus.

Im folgenden Fenster gibt man bei MyFRITZ!-Konto seine E-Mail-Adresse ein und klickt auf Weiter. Daraufhin erhält man eine Nachricht, in der man auf Ihre FRITZ!Box registrieren klickt. Auf der sich öffnenden Webseite geht man zu MyFRITZ!-Konto einrichten, vergibt ein Kennwort und klickt dann auf Vorgang abschließen.

Falls die Fritzbox schon bei MyFritz angemeldet war, aber noch kein Kennwort vergeben wurde, kann man dies auf der MyFritzNet-Webseite nachholen, indem man Kennwort vergeben oder ändern anklickt.

Als Nächstes wählt man in der Benutzeroberfläche der Fritzbox wieder Internet und geht zu MyFRITZ!-Konto, wo man erst MyFRITZ!-Internetzugriff einrichten und dann FRITZ!Box-Benutzer einrichten anklickt. Falls mehrere Benutzer angemeldet sind, wählt man einen aus, gegebenenfalls kann man auch einen neuen Benutzer einrichten. Ist das erledigt, klickt man auf Übernehmen.

MyFritz-Domainnamen ermitteln

Nur der rot umrahmte Bereich stellt den MyFritz-Domainnamen dar.

(Foto: AVM)

Danach gilt es, den MyFritz-Domainnamen zu ermitteln. Dazu klickt man im Menü der Benutzeroberfläche auf Internet und dann auf MyFRITZ!-Konto. Dann notiert oder kopiert man hinter MyFRITZ!-Adresse nur den Teil, der nach https:// beginnt und mit myfritz.net endet.

IP-Netzwerk anpassen

Für eine VPN-Verbindung wird eine eigene IP-Adresse benötigt. Um sie einzurichten, wählt man im Menü der Benutzeroberfläche unter Heimnetz erst Netzwerk und dann Netzwerkeinstellungen. Dann klickt man erst auf WAN-Einstellung und danach auf weitere Einstellungen.

Unter IPv4-Einstellungen trägt man anschließend die IP-Adresse 192.168.10.1 und die Subnetzmaske 255.255.255.0 ein. Dann klickt man auf OK und bestätigt die Aktion mit einem Tastendruck an der Fritzbox beziehungsweise mit einer Eingabe auf einem FritzFon, wenn man dazu aufgefordert wird.

VPN für Windows-Rechner

Wer den VPN-Zugang mit einem Windows-PC einrichten möchte, muss zunächst das Programm „Fritzbox Fernzugang einrichten“ herunterladen und installieren. Man öffnet es, klickt auf Neu, dann auf Fernzugang für einen Benutzer einrichten und schließlich auf Weiter. Danach wählt man PC mit FRITZ!Fernzugang aus und bestätigt erneut mit Weiter.

Im folgenden Fenster trägt man die E-Mail-Adresse des zuvor ausgewählten Benutzers ein und klickt auf Weiter. Als Nächstes schreibt man den ermittelten MyFritz-Domainnamen bei Namen ein. Im Anschluss klickt man auf Anderes IP-Netzwerk verwenden und trägt bei IP-Netzwerk-Adresse 192.168.10.0 und als Subnetzmaske 24 – 255.255.255.0 ein.

Als IP-Adresse des Benutzers im Netz der FRITZ!Box gibt man 192.168.10.201 ein und aktiviert die Option Alle Daten über den VPN-Tunnel senden. Zum Abschluss klickt man auf Weiter und dann auf Fertig stellen. Im Anschluss öffnet das Programm einen Ordner mit den erzeugten VPN-Daten. Diesen speichert man am besten auf dem Desktop.

Jetzt geht es zurück in die Benutzeroberfläche der Fritzbox, wo man im Menü nacheinander auf Internet, Freigaben und VPN klickt. Danach wählt man VPN-Verbindung hinzufügen aus und klickt auf Eine VPN-Konfiguration aus einer vorhandenen VPN-Einstellungsdatei importieren. Unter Datei wählen wählt man dann im zuvor gespeicherten Ordner die Datei fritzbox_[…].cfg aus und klickt auf öffnen. Danach bestätigt man die Aktion mit OK und nach Aufforderung zusätzlich an der Fritzbox oder mit einem FritzFon.

Jetzt lädt und installiert man das Programm Fritz!Fernzugang. Nachdem man es geöffnet hat, klickt man auf Weiter beziehungsweise auf Datei und dann auf Import. Dort wählt man die Datei vpnuser_[…].cfg aus, die sich ebenfalls im zuvor gespeicherten Ordner befindet und klickt auf Öffnen. Mit Fertig stellen beendet man den Vorgang.

Um eine VPN-Verbindung herzustellen, öffnet man das Programm Fritz!Fernzugang, wählt das Symbol mit dem MyFritz-Domainnamen der FRITZbox aus und klickt auf Aufbau.

VPN für Mac-Rechner

Für eine VPN-Verbindung mit einem Mac-Rechner muss man wie oben beschrieben MyFritz einrichten, das IP-Netzwerk der Fritzbox anpassen und die VPN-Verbindung in der Fritzbox einrichten. Man findet alle Einstellungen anschließend im Menü der Fritzbox-Benutzeroberfläche unter System, wenn man hinter dem Fritzbox-Benutzer auf das Stift-Symbol klickt.

Danach ruft man auf dem Computer über das Apfel-Symbol die Systemeinstellungen auf. Unter Netzwerk klickt man auf das Plus-Zeichen unter den bestehenden Verbindungen. Unter Umständen muss man dies erst freigeben, indem man auf das Schloss-Symbol darunter klickt und das Rechner-Passwort eingibt.

Im folgenden Fenster wählt man hinter Anschluss die Option VPN aus, hinter VPN-Typ den Eintrag Cisco IPSec. Als Dienstname trägt man beispielsweise Fritz-VPN ein und klickt im Anschluss auf Erstellen. Die Serveradresse ist der ermittelte MyFritz-Domainnamen der Fritzbox, bei Accountname und Passwort trägt man den Namen des ausgewählten Fritzbox-Benutzers und dessen Passwort ein.

Danach ruft man die Authentifizierungseinstellungen auf und trägt bei Schlüssel und Benutzernamen die entsprechenden Einträge im VPN-Menü des Fritzbox-Benutzers ein. Zum Schluss klickt man auf OK, dann auf Anwenden und schließlich auf Verbinden.

VPN für Android

VPN Android.png

So oder so ähnlich sieht ein Android-VPN-Profil aus.

(Foto: AVM)

Um mit einem Android-Smartphone oder -Tablet eine VPN-Verbindung zur Fritzbox herzustellen, öffnet man auf dem Gerät die Einstellungen und tippt dort Netzwerk & Internet an. Dort findet man den Eintrag VPN, eventuell muss man vorher noch Erweitert auswählen. Unter VPN tippt man auf das Plus-Zeichen oder sieht sofort ein Fenster, in das man als Namen beispielsweise Fritz-VPN einträgt. Danach gibt man die zuvor erstellten VPN-Einstellungen ein, die man im Menü der Fritzbox-Benutzeroberfläche abrufen kann, indem man unter System hinter dem Fritzbox-Benutzer auf das Stift-Symbol klickt.

Die Verbindung stellt man her, indem man in den Einstellungen wieder zu VPN manövriert und dort auf den Namen der Verbindung tippt. Im Anschluss gibt man gegebenenfalls den ausgewählten Fritzbox-Benutzer und dessen Passwort ein und tippt dann auf Verbinden.

VPN für iOS

Für VPN-Verbindungen mit iPhones und iPads bereitet man die Fritzbox ebenfalls wie beschrieben vor. Dann öffnet man auf dem Gerät in den Einstellungen zu VPN und tippt dort auf VPN hinzufügen. Danach gibt man bei Beschreibung einen beliebigen Namen ein, beispielsweise Fritzbox und füllt die weiteren Feldern mit den Angaben aus, die man im zuvor gespeicherten Ordner findet. Im Anschluss tippt man auf Fertig.

Wireguard Fritzbox.jpg

Wireguard-VPN ist wunderbar unkompliziert.

(Foto: kwe)

Um die VPN-Verbindung herzustellen, geht man in den Einstellungen zu VPN und setzt dort den Schieberegler hinter Status auf Grün.

Fritzbox-VPN mit Wireguard

Fritzbox-Hersteller AVM bereitet aktuell eine viel unkompliziertere und schnellere VPN-Verbindung über die freie Software Wireguard vor. Das Protokoll kommt mit der Firmware FritzOS 7.39, die derzeit als sogenannte Labor-Version zum Testen vorab für die Fritzbox-Modelle 7590 AX, 7590, 7530, 6690 Cable, 6591, 6660, 6890 LTE und 6850 LTE zum Download bereit steht.

Mit ihr genügt es, auf einem Gerät die entsprechende Anwendung zu installieren, um dann mit wenigen Klicks in der Fritzbox-Benutzeroberfläche eine VPN-Verbindung herzustellen. Dazu generiert man unter InternetFreigabenVPN (Wireguard)Vereinfachte Einrichtung für iOS- oder Android-Geräte einen QR-Code, der mit der Wireguard-App einfach eingescannt wird. Mehr ist nicht nötig. Für Windows- oder Mac-Rechner funktioniert es ähnlich unkompliziert mit Konfigurationsdateien, die man importiert.

Im Test konnte ntv.de so in wenigen Minuten sehr schnelle VPN-Verbindungen mit einer Fritzbox 6690 Cable einrichten. Die Installation einer Labor-Firmware erfolgt allerdings auf eigene Gefahr. Legt man vorher ein Backup der Fritzbox-Software an, ist das Risiko aber gering.

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