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„Mario Strikers“ lässt die Großchance liegen

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Bananenschalen, Bomben und irrwitzige Tore: Bei „Mario Strikers: Battle League Football“ wird zwar Fußball gespielt, Nintendo-typisch aber mit vielen actionreichen Elementen. Eine Bereicherung für Party-Abende ist das Spiel allemal. Wer gerne für sich zockt, wird nicht lange am Ball bleiben.

Mit „Mario Strikers: Battle League Football“ taucht Nintendo in die Welt der Fußball-Simulationen ab und behält dabei den Charme des Super-Mario-Universums. Das sorgt für eine Menge Spaß, Action und irrwitzige Tore auf der Nintendo Switch. Allerdings halten die Entwickler nicht ganz das, was der Titel des Spiels hergibt. Um die „Battle League“, also einen Ligamodus mit eigenem Verein, spielen zu können, muss man eine kostenpflichtige Mitgliedschaft für Nintendo Switch Online abschließen.

Wer also den ganzen Umfang des neuesten Nintendo-Werks genießen will, muss 70 Euro berappen: 50 Euro für das Spiel und 20 Euro für ein Jahresabo der Online-Features. Offline ist der Umfang des Spiels sehr ernüchternd. Es gibt einen Einzelspiel-Modus, einen Pokal- und Trainingsmodus. Dazu kann man die beliebten Nintendo-Figuren um Mario, Yoshi oder Donkey Kong noch optisch einkleiden und ein wenig personalisieren.

Mario Strikers – Bomben oder Wirbelstürme inklusive.

(Foto: Nintendo)

Aber entscheidend ist schließlich auf’m Platz. Da geht zumindest die Kombination aus Super-Schüssen, Tacklings und den gewohnten Nintendo-Objekten auf. Der Schildkrötenpanzer, der die Gegner ausschaltet, eine Bananenschale sorgt für Rutschpartien, der Pilz gibt einen Tempo-Boost oder der Stern, der kurzfristig unbesiegbar macht. Wer die vielen unterschiedlichen Objekte auf dem Feld einsammelt und geschickt einsetzt, kann für ordentlich Chaos auf dem Feld sorgen und sich einen Vorteil verschaffen, in bessere Abschlusssituationen zu kommen.

Das Gameplay ist im Vergleich zur letzten „Mario Strikers“-Ausgabe vor 15 Jahren etwas anspruchsvoller geworden. Das perfekte Timing wird belohnt: Für viele Aktionen gibt es die Möglichkeit, eine verbesserte Ausführung hinzulegen. Bei Schüssen und Tacklings gibt es einen Ladebalken, wird der richtige Moment erwischt, gibt es einen deutlich effektiveren Abschluss oder eben einen deutlich kraftvollen Rempler in Richtung des Gegners. Wer ein schnelleres Direktpassspiel aufziehen will, muss auch hier den richtigen Moment erwischen, und schon zirkuliert das futuristische Leder schneller durch die Arenen. Auch die Ausweichfinten, mit denen man gegnerischen Attacken entgehen kann, gibt es in aufgepeppter Form.

Ergänzend dazu gibt es die Möglichkeit, Pässe in den Raum zu spielen. Per Cursor lassen sich so größere Distanzen überbrücken. Das neue Feature ist aber nicht leicht zu meistern und bei der kleinen Spielfläche wenig effektiv. Viel besser geeignet, um die Gegner stehen zu lassen, ist die Schussfinte, die direkt in einen Ausweichsprint übergeht. So wird das Angriffsspiel deutlich variantenreicher.

Ein Kernelement des Spiels bleiben aber die Hyperschüsse. Findet ein Team einen goldenen Energieball, kann ein Spezialschuss ausgeführt werden. Der ist je nach Charakter ganz unterschiedlich animiert und effektvoll in Szene gesetzt. Jedoch muss man auch hier wieder beim Ladebalken einen bestimmten Bereich treffen, andernfalls kann der Torwart auch diese genial-verrückten Abschlüsse parieren. Kreativ sind die Torgranaten allemal: Während Mario zum Fallrückzieher ansetzt und einen flammenden Ball auf das Tor bugsiert, frisst Yoshi die Pille, legt ein Ei, das dann Richtung Kasten fliegt. Typisch bunt, typisch Nintendo. Die Schüsse sind neben den tollen Effekten eine Möglichkeit, die meist sehr torreichen Partien ausgeglichener zu gestalten, denn ein Treffer per Hyperschuss zählt doppelt.

Was auf dem Platz dann ganz gut funktioniert, ist wohl eher eine Bereicherung für den Partyabend. Bis zu acht Spieler können an einer Switch gegeneinander antreten. Der große Spaßfaktor der Nintendo-Spiele wie auch bei „Mario Party“ oder „Smash Bros.“ kommt dann eben doch nur rüber, wenn man in gemütlicher Runde auf der Wohnzimmer-Couch sitzt. Wer also generell gerne zu Switch-Abenden einlädt und Party-Spiele zockt, kann mit „Mario Strikers: Battle League Football“ bedenkenlos seine Sammlung erweitern. Für Einzelspieler wird wenig geboten, auf Dauer sinkt der Spaß rapide. Hier hat Nintendo die Großchance, mehr Abwechslung ins Spiel zu bringen, nicht genutzt.

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