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Gute Passwortmanager kosten etwas Geld

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Passwortmanager sind eine praktische Möglichkeit, viele verschiedene Internet-Zugangsdaten zu nutzen, aber sich nur eine Kombination merken zu müssen. Stiftung Warentest hat 16 Lösungen geprüft. Viele davon sind gut, der einzige kostenlose Open-Source-Safe gehört nicht dazu.

Für jeden Online-Dienst, bei dem sie sich anmelden, sollten Nutzer ein eigenes sicheres Passwort für den Zugang verwenden. Außerdem ist es ratsam, nicht immer dieselbe E-Mail-Adresse zu nutzen. Die Realität sieht aber oft ganz anders aus, viele Menschen tippen immer dieselben Zugangsdaten ein oder haben nur ein paar Varianten parat. Auch was die für die Sicherheit nötige Komplexität der Passwörter betrifft, sind viele leichtsinnig. Unter anderem sind persönliche Daten wie Geburtstag und Namen beliebt, Eselsbrücken stehen ebenfalls hoch im Kurs.

Die Gründe dafür sind gewöhnlich Faulheit und Leichtsinn sowie Probleme, sich eine Vielzahl komplizierter Passwörter merken zu können. Doch das ist gar nicht nötig, wenn man einen Passwortmanager verwendet. Dabei handelt es sich um ein Programm, das alle Kombinationen verschlüsselt in einem virtuellen Tresor aufbewahrt und Nutzer müssen sich lediglich das Passwort für die Software merken, die man gewöhnlich auch über verschiedene Geräte hinweg nutzen und synchronisieren kann. Stiftung Warentest hat sich 16 Lösungen angesehen.

Gute Passwortmanager ab rund 9 Euro

Zwei Programme konnten sich mit der Gesamtnote 2,2 den Gesamtsieg sichern. 1Password kostet 38 Euro im Jahr, Dashlane Premium 53 Euro. Bei den Sicherheitsfunktionen hat Dashlane mit der Teilnote 1,5 die Nase leicht vorne, 1Password ist mit einer guten 1,8 aber kaum schwächer und noch etwas besser zu handhaben. Beide Lösung bieten eine gute Vielseitigkeit (2,0).

Weil die Passwortmanager auch ein paar unnötige Informationen an die Anbieter schicken, wurde der Datenschutz beider Programme als gerade noch befriedigend (3,5) bewertet. „Deutliche“ Mängel in der Datenschutzerklärung führten bei beiden Testsiegern zur Abwertung. Für „sehr deutliche Mängel“ in den Nutzungsbedingungen/AGB gab’s dagegen lediglich einen Rüffel.

Wer deutlich weniger Geld ausgeben möchte, findet mit der Open-Source-Software Bitwarden für 9,20 Euro pro Jahr ebenfalls eine gute (2,5) Lösung. Der Safe ist besonders vielseitig (1,0), seine Handhabung (2,0) und Sicherheitsfunktion (2,5) sind gut. Was das Kleingedruckte betrifft, weist der Preis-Leistungs-Champion dieselben Mängel wie die Testsieger auf.

Gratis-Lösung leistet sich vermeidbaren Patzer

Der kostenlose Open-Source-Passwortmanager KeepassXC landete mit dem Qualitätsurteil 4,1 auf einem der letzten Plätze. Er ist zwar gut zu handhaben, ist sehr vielseitig und bereitet keinerlei Datenschutzprobleme. Allerdings benotete Stiftung Warentest die Sicherheitsfunktionen lediglich ausreichend (4,4), da KeepassXC im Test Master-Passwörter mit weniger als fünf Zeichen gestattete. Nutzer, die eine längere, starke Kombination verwenden, können den Gratis-Safe aber laut Warentest „bedenkenlos nutzen.“

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