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Das iPhone mini ist tot

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Wer kleine Smartphones bevorzugt, wird im Herbst höchstwahrscheinlich von Apple enttäuscht werden. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass es kein iPhone 14 mini geben wird. Stattdessen soll ein weiteres Max-Modell auf den Markt kommen.

Es ist schon seltsam: Gefühlt gibt es sehr viele Nutzer, denen Smartphones mit Bildschirmdiagonalen jenseits der 6 Zoll zu mächtig sind. Doch es gibt inzwischen so gut wie keine kleineren Geräte mehr. Das iPhone 13 mini ist die große Ausnahme, die aktuelle Technik im handlichen Format bietet. Einen Nachfolger wird es aber voraussichtlich nicht erhalten, Apple hat offenbar ganz andere Pläne.

Ein Max für ein mini

„Bloomberg“-Autor Marc Gurman hat aus seinen üblicherweise recht zuverlässigen Quellen erfahren, dass Tim Cook & Co. zwar auch in diesem September wieder vier verschiedene neue iPhones vorstellen werden, ein mini soll aber nicht darunter sein. Im Gegenteil: Neben dem iPhone 14 Pro Max solle es mit dem iPhone 14 Max ein weiteres Gerät mit 6,7-Zoll-Bildschirm geben.

Damit teilt Gurman eine Prognose, die der treffsichere Apple-Analyst Ming-Chi Kuo bereits vor einem Jahr wagte und vor knapp sechs Wochen auf Twitter zuletzt bestätigte. Auch ein kürzlich im chinesischen Netzwerk Weibo veröffentlichtes Foto von vier angeblichen Dummys der iPhone-14-Serie lässt darauf schließen, dass das mini tot ist. Gegenteilige Hinweise gibt es nicht.

Geringe Nachfrage in USA und China

Apple stampft das 5,4-Zoll-iPhone nicht willkürlich ein, sondern beugt sich schlicht der Nachfrage seiner Kunden. Laut einem Bericht des Marktforschungsinstituts Consumer Intelligence Research Partners (CIRP) hat sich die 13er-Serie bisher zwar sogar noch besser als die Vorgänger verkauft, was aber keinesfalls auf einen Erfolg des mini zurückzuführen ist.

Fast drei Viertel aller im März in den USA verkauften Smartphones seien iPhones gewesen, zitiert „9to5Mac“ CIRP-Mitgründer Josh Lowitz. Vor einem Jahr seien es gerade mal 61 Prozent gewesen. Verkaufsschlager ist das iPhone 13, das alleine auf einen Anteil von 38 Prozent kommt, während das iPhone 13 mini mit mickrigen 3 Prozent durchaus als Flop bezeichnet werden kann.

Ähnlich sieht es in China aus. Laut Counterpoint Research war dort das iPhone 13 im Januar mit einem Marktanteil von 51 Prozent extrem erfolgreich, das mini mit 5 Prozent eher ein Ladenhüter. Den zweitbesten Wert erzielte das iPhone Pro Max, für das sich 23 Prozent der chinesischen Smartphone-Käufer entschieden. Auch in den USA verkauft sich das 6,7-Zoll-Gerät recht gut. Apple geht also offenbar davon aus, dass die Nachfrage nach einem rund 200 Euro günstigeren Max groß sein könnte.

Deutlich schwächere Ausstattung als Pro-Modelle

Um seine Pro-Modelle weiter nach vorne zu bringen, setzt der Konzern auf deutlichere Ausstattungs-Unterschiede zu den Standard-Modellen. Unter anderem rechnen Kuo und Gurman damit, dass nur die Pros eine neue Hauptkamera mit 48 Megapixeln bekommen werden. Nur bei ihnen soll die Display-Notch durch zwei separate Bohrungen ersetzt werden und angeblich müssen die kommenden Standard-iPhones mit dem aktuellen Chipsatz auskommen, während die beiden Top-Modelle mit Apples neuem A16-Chip ausgestattet werden.

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