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Bekommen iPhones jetzt USB-C?

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Laut EU-Beschluss müssen ab Mitte 2024 unter anderem Smartphones einen USB-C-Anschluss haben, um Elektroschrott durch unterschiedliche Ladegeräte zu vermeiden. Das heißt, iPhones dürfen dann keine Lightning-Buchse mehr haben. Gibt Apple nach?

Nach langen Verhandlungen haben sich Europaparlament und EU-Staaten darauf geeinigt, dass Smartphones, Tablets, Kameras und andere Elektrogeräte, die genügend Platz dafür haben, ab Mitte 2024 über einen USB-C-Anschluss geladen werden müssen. Dem muss auch Apple Folge leisten, wenn es hier weiter iPhones verkaufen möchte, eine längere Übergangsfrist soll nur für Laptops gelten. Das könnte für das Unternehmen ein Problem sein, wird es aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht.

Apple schneller als EU

Hätte die EU früher ihr schon lange geplantes Vorhaben verwirklicht, hätte dies Apple wirklich ärgern können. Doch inzwischen hat es USB-C längst bei seinen MacBooks oder iPads eingeführt und auch beim iPhone fällt dem Hersteller der Abschied vom Lightning-Anschluss alles andere als schwer. Im Gegenteil: Vermutlich war er schon vor der EU-Verordnung beschlossene Sache in Cupertino.

Der sehr treffsichere und bekannteste Apple-Analyst Ming-Chi Kuo twitterte schon Mitte Mai, er erwarte, dass die iPhones bereits im kommenden Jahr mit USB-C ausgestattet sein werden. Apple könne so die Übertragungs- und Ladegeschwindigkeiten der Geräte verbessern.

Lightning löste bereits vor fast zehn Jahren mit dem iPhone 5 den zuvor verwendeten breiten 30-poligen Anschluss ab. Das war damals revolutionär, doch heute ist der Anschluss veraltet und auf USB-2-Niveau stehengeblieben, das Datenübertragungen von bis zu 480 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zulässt. An USB-C-Buchsen sind dagegen schon bis zu 40 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) möglich, wobei die schnellste Schnittstelle Thunderbolt sogar von Apple mitentwickelt wurde.

Ganz ohne Anschluss gehts nicht

Zuvor hatte Kuo seit Ende 2019 iPhones komplett ohne Anschlussbuchse angekündigt. Bis es so weit sei, werde Apple an Lightning festhalten, da USB-C weniger wasserdicht sei und das Unternehmen mit dem proprietären Anschluss durch Lizenzvergaben viel Geld verdiene.

Doch hier irrte sich der Analyst tatsächlich mal. Ein iPhone ohne physischen Anschluss könne zu viele Probleme verursachen, twitterte er jetzt. Die drahtlose Technologie habe noch zu große Einschränkungen und Apples MagSafe-Ökosystem sei noch unausgereift. Außerdem ergänzte der Analyst, auch andere Lightning-Geräte wie AirPods, Magic Keyboard, Trackpad oder Magic Mouse würden in naher Zukunft ebenfalls auf USB-C umgerüstet werden.

Apple-Insider Marc Gurman geht ebenfalls davon aus, dass Apple der EU-Beschluss herzlich egal sein kann. Der Hersteller teste bereits seit Monaten iPhones mit USB-C-Anschluss, schrieb er für „Bloomberg“. Seinen Quellen zufolge soll Apple auch an einem Adapter arbeiten, damit die neuen iPhones weiter mit älterem Lightning-Zubehör kompatibel seien. Es sei allerdings noch offen, ob er zum Lieferumfang gehöre oder Apple ihn separat verkaufe.

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