September 28, 2026 4:32 p.m. CEST

Neuausrichtung

Supermarkt greift dm und Rossmann an


Aktualisiert am 28.09.2026 – 15:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Shampoo- und Duschgelauswahl (Symbolbild): Händler erweitern stets ihr Sortiment. (Quelle: kasto80/getty-images-bilder)

Der lukrative Drogeriemarkt wird härter umkämpft – nun mischt auch Kaufland mit. In ersten Filialen startet ein Umbau mit Beauty-Service und KI-Analyse.

Kaufland will verstärkt mit den Drogerieketten konkurrieren. Der Konzern gestaltet seine Drogerieabteilung um und will auch seinen Service rund um Kosmetik und Pflege erweitern. t-online liegen entsprechende Informationen vorab vor. Durch die Änderungen könnten Kunden ihren Drogeriereinkauf zusammen mit dem Wochenendeinkauf erledigen und so Zeit und Wege sparen, heißt es.

Das soll sich ändern

Kern der Umgestaltung sind ein neues Regalkonzept und das Redesign der Pflegeeigenmarke Bevola. Anhand eines dreistelligen Nummernsystems sollen Kunden sofort erkennen, um was für ein Produkt es sich handelt, wie es pflegt und wie es riecht. Die Regale sollen niedriger und heller werden und mit einer Duftstation ausgestattet sein. Somit müssen Kunden die Verpackungen nicht mehr öffnen, um an dem Produkt zu riechen.

Darüber hinaus testet Kaufland in Berlin einen KI-Spiegel für eine automatisierte Haut- und Haaranalyse.

Flüssigseife: Die Regale in der Drogerieabteilung von Kaufland sollen künftig anders aussehen. (Quelle: t-online)

Die Umgestaltung ist derzeit in fünf Filialen (vier in Berlin, eine in Sinsheim) zu sehen. Andere Standorte sollen schrittweise folgen.

Körperpflege – ein wachsender Markt

Der Drogeriemarkt ist sehr lukrativ. Im Geschäftsjahr 2024/25 erwirtschaftete die Drogeriemarktkette dm allein in Deutschland 13,27 Milliarden Euro – im Jahr zuvor waren es 12,47 Milliarden. Rossmann verzeichnete 2025 einen Umsatz in Deutschland von 10,5 Milliarden Euro und somit 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Und auch bei Müller Drogeriemarkt steigt der Umsatz seit Jahren.

Wochenendeinkauf auch im Drogeriemarkt möglich

Inzwischen kaufen die Drogeriemarktkunden jedoch nicht nur ihre Körperpflege- und Reinigungsprodukte bei dm, Rossmann und Co. Immer häufiger landen auch die Bio-Lebensmittel der Ketten im Einkaufskorb, weshalb sie zunehmend eine Konkurrenz zu Supermärkten, Discountern und auch Biomärkten darstellen. Darüber hinaus bietet etwa Rossmann regelmäßig 10-Prozent-Rabatt-Coupons – mit und ohne App – sowie Aktionswochen mit reduzierten Produkten an. Ähnlich verfährt Müller Drogeriemarkt. dm wirbt mit dauerhaft niedrigen Preisen sowie App-Rabatten.

Ein weiterer Punkt, der Kaufland die Umsetzung des Plans erschweren könnte: Viele Verbraucher haben mittlerweile großes Vertrauen in die Eigenmarken von dm und Rossmann. Umfragen haben dies wiederholt gezeigt.

Ob die Umgestaltung der Regale und der Beauty-Service zu einer Meinungsänderung bei den Kunden führen, bleibt abzuwarten.

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