Juli 16, 2026 1:07 p.m. CEST

„Macht uns fassungslos“

Hochschule trauert um Studenten: Brutale Tat erschüttert Trier


16.07.2026 – 09:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Einsatzstelle in Trier: Polizisten überwältigten den mutmaßlichen Täter nach kurzer Flucht. (Quelle: Floria Blaes/dpa)

Ein Student wird von einem Gleichaltrigen mit einem Messer angegriffen und verliert den Kampf um sein Leben. Seine Hochschule zeigt sich erschüttert.

Nach dem tödlichen Messerangriff auf einen 22 Jahre alten Studenten in Trier hat sich die Hochschule des Opfers schockiert gezeigt. „Die Universitätsgemeinschaft trauert“, heißt es auf der Startseite der Universität Trier, unterlegt mit einem großen schwarzen Hintergrundbild.

Man habe „mit großer Bestürzung und tiefer Trauer“ erfahren, dass der Student Opfer eines Tötungsdelikts geworden sei. „Ein solches Ereignis erschüttert uns als Universitätsgemeinschaft zutiefst. Der Verlust eines jungen Menschen reißt eine schmerzliche Lücke in unsere Gemeinschaft und macht uns fassungslos.“ Am Donnerstag soll mittags eine gemeinsame Gedenkminute abgehalten werden. Den Hochschulangehörigen wurden Angebote zur psychotherapeutischen Unterstützung gemacht.

Zeugen müssen Tat in Trier mitansehen

Der 22-Jährige war am Mittwochmorgen auf einer Straße von dem Gleichaltrigen angegriffen worden, nur wenige Gehminuten von der Universität entfernt. Das Opfer sei noch vor Ort von Rettungskräften reanimiert worden, habe die Attacke jedoch nicht überlebt, teilte die Polizei mit. Der Tatverdächtige, der die afghanische Staatsbürgerschaft hat, flüchtete nach der Tat zunächst, konnte jedoch nach kurzer Fahndung von der Polizei aufgefunden und festgenommen werden.

Laut Polizei beobachteten mehrere Zeugen die Tat. Die Beamten waren noch bis in den Abend hinein für Menschen ansprechbar, die unter dem Eindruck des Geschehens standen.

Zu den Hintergründen der Tat ist noch wenig bekannt. Ein Polizeisprecher konnte t-online am Donnerstagmorgen zunächst keine weiteren Details zum möglichen Motiv und zum Tatverdächtigen geben. Er gehe aber davon aus, dass dieser heute einem Ermittlungsrichter vorgeführt werde, so der Sprecher.

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