Störung an US-Flughäfen
Lufthansa-Jet dreht mitten über dem Atlantik um
22.09.2026 – 19:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Eigentlich sollte ein Lufthansa-Flug von München nach Newark führen. Doch über dem Atlantik kehrt der Airbus um – und landet nach fast acht Stunden wieder dort, wo er gestartet war.
Ein Lufthansa-Langstreckenjet ist auf dem Weg von München in die USA mitten über dem Atlantik umgekehrt. Flug LH412 sollte am Montag von der bayerischen Landeshauptstadt nach Newark bei New York fliegen. Stattdessen landete die Maschine kurz nach Mitternacht wieder in München.
Flugdaten zeigen den ungewöhnlichen Verlauf: Der Airbus A350-900 war am Montagnachmittag in München gestartet und hatte Europa bereits weit hinter sich gelassen. Erst westlich der britischen Inseln drehte die Maschine um und nahm wieder Kurs auf Deutschland.
Um 0.14 Uhr setzte der Jet schließlich wieder in München auf. Die gesamte Flugzeit betrug rund siebeneinhalb Stunden – fast so lange wie ein regulärer Direktflug an die US-Ostküste.
Massive Störung an der US-Ostküste
Grund für die Rückkehr war offenbar eine massive Störung im Flugverkehr im Nordosten der USA. Bauarbeiter hatten bei Arbeiten in New Jersey versehentlich eine Glasfaserleitung durchtrennt. In der Folge verhängte die US-Luftfahrtbehörde FAA zeitweise Flugstopps an mehreren wichtigen Flughäfen.
Betroffen waren unter anderem Newark, New York-JFK und LaGuardia sowie die Flughäfen in Boston und Philadelphia. Die Einschränkungen wirkten sich auch auf mehrere Lufthansa-Flüge aus Deutschland aus.
Dabei gingen die Airlines beziehungsweise Crews unterschiedlich mit der Situation um. Flug LH400 von Frankfurt nach New York-JFK wich zunächst nach Boston aus. Von dort flog die Maschine später weiter nach New York.
Störung inzwischen behoben
Auch LH402 von Frankfurt nach Newark war von den Problemen betroffen und legte einen Zwischenstopp im kanadischen Toronto ein.
Ein weiterer Lufthansa-Jet kehrte dagegen wie LH412 nach Deutschland zurück: Flug LH404 von Frankfurt nach New York-JFK drehte über dem Atlantik um. Der Airbus A340-300 landete laut Flugdaten nach knapp vier Stunden wieder in Frankfurt.
Die Störung in den USA wurde noch am Montag behoben. US-Verkehrsminister Sean Duffy teilte mit, die beschädigte Leitung sei repariert worden und die betroffenen Flughäfen könnten den Betrieb wieder aufnehmen. Wegen der aufgelaufenen Verspätungen mussten Passagiere allerdings weiterhin mit Beeinträchtigungen rechnen.
