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Union zu Gast beim 1. FC Köln: Ein Spiel gegen die Müdigkeit – Sport

Breit grinsend gab sich Urs Fischer schon vor dem Spiel geschlagen. Mit der Laufleistung seines Kölner Kollegen Steffen Baumgart werde er nicht Schritt halten können, räumte der Trainer des 1. FC Union am Samstag ein. „Das ist unmöglich. Dafür hätte ich mehr trainieren sollen“, sagte er. Anders als Baumgart ist Fischer für energisches Verhalten an der Seitenlinie nicht besonders bekannt. „Ich funktioniere anders“, sagte er vor dem Spiel beim 1. FC Köln am Sonntag (17.30, Sky).

Voller Energie ist in diesen Tagen ohnehin keiner beim Köpenicker Bundesligisten. Mit müden Beinen wird man in Köln das sechste Spiel in drei Wochen bestreiten. Trotz kämpferischen und teilweise sehr guten Leistungen ging Union zuletzt oft auch enttäuscht vom Platz, wie etwa beim 1:2 gegen Feyenoord am vergangenen Donnerstag.

Am Sonntag will man sich nach harten Wochen endlich wieder mit einem Erfolgserlebnis belohnen, und sich damit in eine Länderspielpause verabschieden, die sehr gelegen kommt.

Die neuere Geschichte dieses Duells spricht eindeutig für einen Sieg der Berliner. Union hat seine bisherigen vier Bundesliga-Spiele gegen den FC allesamt gewonnen, die letzte Pflichtspielniederlage liegt mittlerweile sieben Jahre zurück. „Wir werden alles versuchen, dass unsere Serie hält“, sagte Fischer, erinnerte aber auch daran, dass man in Köln „von der ersten Minute an bereit“ sein muss.

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Unter Baumgart ist Köln außerordentlich gut in die Saison gestartet, zu Hause ist der FC immer noch ungeschlagen. Kurz vor Beginn der fünften Jahreszeit dürften die 50.000 Zuschauer in Müngersdorf besonders gut gelaunt sein. Auch der einstige Union-Spieler Baumgart könnte gegen seinen ehemaligen Verein zusätzlich motiviert sein. „Ich mache kein Geheimnis daraus, wie ich zu dem Klub stehe“, sagte der Kölner Trainer, der immer noch ein Zuhause in Köpenick hat. „Dennoch geht es für uns nur um drei Punkte am Sonntag.“

Als Trainer von Paderborn konnte der 49-Jährige Union schon zweimal besiegen, doch am Freitag warnte er vor den Berlinern. „Union steht nicht umsonst auf Platz sechs“, sagte er und lobte die kontinuierliche Entwicklung und Beharrlichkeit unter Urs Fischer. „Jeder wartet auf den Einbruch, aber der kommt nicht.“

Max Kruse fällt auch in Köln verletzt aus

Dass Union am Sonntag einbricht, gilt trotz der aktuellen Müdigkeit ebenfalls als unwahrscheinlich. Gerade in der Schlussphase zeigten die Köpenicker am Donnerstagabend mit neun Mann, mit welch erstaunlichem Einsatz und Kampfgeist sie in dieser Saison nach wie vor dabei sind. „Dass der Akku wieder voll ist, hat mit der Regeneration zu tun, dass wir da Zeit investieren“, sagte Fischer und lobte auch die „unermüdliche“ Arbeit seiner medizinischen Abteilung. Für den noch angeschlagenen Max Kruse kommt das Spiel am Sonntag laut Fischer ein paar Tage zu früh, doch ansonsten hat er keine Personalprobleme.

Trotzdem spürt man, dass Union nach den harten Herbstwochen die Länderspielpause herbeisehnt. „Sie kommt schon zur richtigen Zeit. Es tut auch dem Trainerteam gut, ein bisschen durchzuatmen“, sagte Fischer. Anders als üblich werde man in der kommenden Woche kein Testspiel bestreiten. „Wir nutzen die nächste Woche, um herunterzufahren und den Kopf frei zu bekommen“, so der Schweizer. Denn nach der Pause ist das Programm noch heftiger: Vor Weihnachten gilt es für den 1. FC Union noch satte acht Spiele in nur vier Wochen zu bestreiten.

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