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Toter beim gefährlichsten Motorrad-Rennen der Welt

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Die Tourist Trophy auf der Isle of Man gilt als die gefährlichste Motorsport-Veranstaltung der Welt. Sie ist äußerst umstritten – und fordert in diesem Jahr bereits das zweite Todesopfer. Der Franzose Oliver Lavorel stirbt als sich das Seitenwagen-Gespann überschlägt.

Die berühmt-berüchtigte Tourist Trophy auf der Isle of Man hat bereits ihr zweites Todesopfer in diesem Jahr gefordert. Der Franzose Olivier Lavorel starb am heutigen Sonntag, als sich das von seinem Landsmann Cesar Chanel gelenkte Seitenwagen-Gespann in der ersten Runde überschlug. Am vergangenen Mittwoch war der britische Yamaha-Fahrer Mark Purslow bei einem schweren Unfall im Training ums Leben gekommen.

Lavorel saß als Beifahrer im Gespann Chanels, als der Lenker den Seitenwagen nicht mehr auf der Straße halten konnte. Der 29-Jährige starb noch an der Strecke. Chanel wurde ins Krankenhaus gebracht, sein Zustand soll Berichten zufolge kritisch sein. Für das Duo war es die erste Teilnahme an der Tourist Trophy. Das Seitenwagen-Rennen wurde nach dem Unfall abgebrochen, es soll aber am Montag nachgeholt werden.

Der 29-jährige Purslow war am Mittwoch in einer der schnellsten und schwierigsten der insgesamt 264 Kurven auf der 60 Kilometer langen Strecke gestürzt. In der sogenannten Ballagarey erreichen die Piloten mehr als 260 Kilometer pro Stunde. „Rennfahren war seine Leidenschaft – er fuhr in Nordirland und in der Internationalen Straßenrennmeisterschaft – aber Tourist Trophy-Fahrer zu werden, war sein Lebensziel und seine ultimative persönliche Herausforderung. Die TT geht weiter, aber wir denken an Mark“, schrieben die Organisatoren nach der Tragödie in den Sozialen Netzwerken.

Die seit 1907 ausgetragene Tourist Trophy ist die umstrittenste und gefährlichste Motorsport-Veranstaltung der Welt. Hauswände, Mauern, Böschungen, Abhänge, Senken, blinde Kurven, keine Auslaufzonen, nur ein paar Strohballen am Wegesrand – dennoch zieht das Spektakel Jahr für Jahr Zehntausende Fans an. Seit 1911 hat das zweiwöchige Event nicht weniger als 260 Todesopfer gefordert.

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