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Ronaldo macht Ansage und spielt Zoff herunter

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Cristiano Ronaldo steht immer im Rampenlicht. Derzeit allerdings mit wenig positiven Berichten, vielmehr schlägt seine Abrechnung mit Manchester United noch immer hohe Wellen – bis ins portugiesische Nationalteam hinein. Bei der WM ist Ablenkung aber schlecht, daher stellt der Kapitän eine Forderung.

Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo befürchtet nicht, mit seinem Interview-Wirbel in der vergangenen Woche die WM-Vorbereitung von Portugals Nationalmannschaft entscheidend gestört zu haben. „Timing ist Timing“, sagte der 37-Jährige im WM-Trainingscamp der Portugiesen in Al-Schahania bei Doha. „Ich muss mir keine Gedanken darüber machen, was andere denken. Ich spreche, wenn ich es möchte.“ Das habe keinen Einfluss auf die WM. „Das kann die Mannschaft nicht erschüttern.“ Er beklagte, alles, was sich um ihn drehe, sei „immer eine Debatte“.

Der portugiesische Kapitän hatte in der vergangenen Woche in der Sendung „Piers Morgan Uncensored“ öffentlich mit United abgerechnet. Der Verein kündigte in der Folge „angemessene Schritte“ an und soll einen Anwalt eingeschaltet haben, ein Bild von ihm wurde bereits von einem Plakat am Stadion entfernt. Sehr wahrscheinlich wird er nie wieder zu dem Verein, bei dem seine Weltkarriere einst begann, zurückkehren.

Der Zoff und seine ungeklärte Zukunft bestimmen seitdem die Debatten rund um die WM-Vorbereitung der Portugiesen. „Die Atmosphäre im Nationalteam ist exzellent, es gibt keine Probleme“, sagte der Offensivspieler, forderte aber auch: „Fragt die anderen Spieler nicht mehr danach. Sprecht über die WM, sprecht nicht mehr über Cristiano Ronaldo.“ Er wünsche sich, dass das Team sich nun auf die WM konzentrieren könne. „Ständig nach Cristiano zu fragen, ist langweilig. Das Thema ist abgeschlossen.“

Nur ein Scherz mit Fernandes?

Auch die viel diskutierte Begrüßungs-Szene mit seinem Teamkollegen Bruno Fernandes sei gar kein Stress, sondern vielmehr eine Neckerei unter Teamkollegen. Ein Video aus der Kabine hatte gezeigt, wie Ronaldo Fernandes unterkühlt begrüßt. „Ich habe einen Scherz mit ihm gemacht. Er ist zu spät gekommen und ich habe ihn gefragt, ob er mit dem Boot angereist ist“, sagte der fünfmalige Weltfußballer. Solche Debatten seien vor einem Turnier normal, sagte Ronaldo. Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt. Auch Fernandes hatte die Szene bereits damit begründet, dass beide miteinander gescherzt hätten. „Ich habe eine großartige Beziehung zu ihm“, sagte Ronaldo über seinen Teamkollegen.

Portugal startet am Donnerstag gegen Ghana (17/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) in die WM in Katar. Anschließend folgen in der Gruppe H die Partien gegen Uruguay (28. November) und Südkorea (2. Dezember). Ronaldo bestreitet in Katar seine fünfte WM, der Angreifer gilt nach wie vor als wichtiger Spieler im Team von Nationalcoach Fernando Santos. Bei seinem Verein Manchester United war er zuletzt jedoch kein Stammspieler mehr und hatte unter anderem Coach Erik ten Hag scharf kritisiert. Sollten die Portugiesen nicht Gruppensieger werden, droht bereits im Achtelfinale ein Duell mit Rekordweltmeister Brasilien.

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