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Ronaldo liegt offenbar 500-Millionen-Euro-Vertrag vor

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Bei der Weltmeisterschaft stellt Cristiano Ronaldo einen Rekord auf, obwohl er kurz zuvor von Manchester United entlassen worden ist. Die Suche nach einem neuen Arbeitgeber läuft einem Bericht zufolge auch während des Turniers – und zwar erfolgreich. Ein Klub aus Saudi-Arabien bietet demnach viel Geld – sehr viel Geld.

Im Sommer hieß es noch, Cristiano Ronaldo würde Manchester United nur für einen Klub verlassen, der in der Champions League antritt. Ein knappes halbes Jahr später, nach vielen ergebnislosen Spekulationen und einer Vertragsauflösung bei den Red Devils sieht es nun danach aus, dass der 37-Jährige in die fußballerische Bedeutungslosigkeit wechselt. Die spanische Zeitung “Marca” berichtet, dass Ronaldo kurz davor steht, in Saudi-Arabien zu unterschreiben. Al-Nasr FC heißt der Klub aus der Saudi Professional League, mit dem der Superstar sich demzufolge weitgehend einig ist. Vorjahresdritter, zuletzt 2019 Meister, beheimatet in der Hauptstadt Riad, vollständiger Name: al-Nasr Athletic, Social and Cultural Club. Weit weg von Europa und der Champions League.

Etwa 200 Millionen Euro soll die Unterschrift dem fünffachen Weltfußballer einbringen, inklusive Werbeeinnahmen – und pro Saison. Über zweieinhalb Jahre soll das Arbeitspapier laufen, heißt es weiter, womit Ronaldo augenscheinlich allein in dieser Zeit rund eine halbe Milliarde Euro verdienen dürfte. Ein zumindest lukrativer Ausweg aus dem Niedergang, den er in seiner Zeit bei Manchester United erlebt hat. Als potenzieller Heilsbringer geholt, sah ihn der englische Rekordmeister zunehmend als Störfaktor. Kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft schüttete Ronaldo seinen Frust in einem Interview aus, kritisierte United und Trainer Erik ten Hag heftig, warf dem Traditionsklub gar vor, ihn “verraten” zu haben.

Zwei Tage nach dem Eröffnungsspiel der Katar-WM verkündete United dann die offiziell einvernehmliche Trennung. Die Aufmerksamkeit für den Weltstar rund um das Turnier wurde damit nur noch größer, die Frage nach der Zukunft ist allgegenwärtig. Beim 3:2-Auftaktsieg für Portugal gegen Ghana erzielte er beim fünften Weltturnier in Folge mindestens ein Tor, das hatte vor Ronaldo noch kein Mann geschafft. Am Freitag trifft der Europameister von 2016 zum Abschluss der Gruppe H auf Südkorea, die Qualifikation fürs Achtelfinale ist allerdings durch den 2:0-Erfolg über Uruguay am zweiten Spieltag bereits sicher.

Zwei Einsätze warten also bei der WM noch mindestens auf den 37-Jährigen, der 2018 in Spanien wegen Steuerhinterziehung zu einer Nachzahlung von 18,8 Millionen Euro und einer gerade noch so zur Bewährung aussetzbaren Haftstrafe verurteilt worden war. 23 Monate und 30 Tage lautete das Urteil. Dazu lastet auf Ronaldo noch immer der Vorwurf der Vergewaltigung, seit der “Spiegel” 2017 berichtete, der Portugiese habe 2010 einer Frau im Zuge einer außergerichtlichen Einigung 375.000 Euro bezahlt, um “Vertraulichkeit zu wahren” und einen “öffentlichen und kostspieligen Rechtsstreit zu vermeiden”. Seine Karriere beeinträchtigten diese Vorgänge nicht, auch in Katar ist Ronaldo vorrangig ein viel umjubelter Fußball-Superstar.

Ob diese globale Aufmerksamkeit sich demnächst auf den al-Nasr FC richtet? Aller Voraussicht nach nur dann, wenn aus den Berichten Gewissheiten werden. Bei dem Klub würde Ronaldo auf Luiz Gustavo, in Deutschland bestens bekannt durch seine Stationen bei der TSG Hoffenheim, dem FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg. Trainer ist Rudi Garcia, der Franzose wirkte zuvor unter anderem bei OSC Lille, der AS Rom und Olympique Marseille. Bekanntester Klub der Saudi Professional League dürfte Al-Hilal sein, ebenfalls in Riad beheimatet, mit vier Titeln Rekordsieger der asiatischen Champions League und zuletzt fünfmal Meister innerhalb von sechs Jahren.

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