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Papa Verstappen bekommt schon miese Laune

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Max Verstappen ist der amtierende Formel-1-Weltmeister, trotzdem gibt sein Red-Bull-Rennstall den Angriff auf ihn frei. Teamkollege Sergio Perez bekommt die Erlaubnis, um den Titel zu fahren. Beim Großen Preis von Aserbaidschan winkt ihm die Führung in der Fahrerwertung.

Sergio Perez lehnte sich zu Max Verstappen und fiel dem Formel-1-Weltmeister freundschaftlich ins Wort. „Wir werden uns noch immer lieb haben, nicht wahr?“, sagte der Mexikaner, als Verstappen über mögliche Spannungen mit seinem Teamkollegen zu referieren begann. „Na klar“, versicherte Verstappen, „warum sollte sich das ändern?“ Man arbeite doch gut zusammen und respektiere sich schließlich. Der Hausfrieden bei Red Bull, versicherte das Duo nach Perez‘ Prestigesieg beim Klassiker in Monaco, sei nicht gefährdet. Die Frage vor dem Großen Preis von Aserbaidschan am Sonntag (13 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) ist jedoch: Bleibt das so?

Perez, im Vorjahr Sieger auf dem Straßenkurs von Baku, emanzipiert sich nicht erst seit dem Sieg in Monte Carlo von seiner scheinbar angestammten Rolle als Nummer zwei bei Red Bull. Nur noch 15 Punkte trennen ihn von WM-Spitzenreiter Verstappen, der in Aserbaidschan noch nie auf dem Podium stand und keine guten Erinnerungen an die Strecke am Kaspischen Meer hat. Perez‘ Rückstand auf den zweitplatzierten Ferrari-Star Charles Leclerc ist in der WM-Wertung auf sechs Zähler geschrumpft.

In Baku könnte Perez also sogar die WM-Führung übernehmen – und Verstappen noch stärker unter Druck setzen. „Checo ist in der Form seiner Karriere. Er macht einen großartigen Job“, sagte Teamchef Christian Horner. Der Triumph in Monaco sei „kein Ausreißer“. Der 32-Jährige punkte konstant, habe großes Selbstvertrauen und fahre ausgezeichnet: „Der Abstand zwischen ihm und Max ist deutlich geringer als im Vorjahr.“

Wichtigster Konkurrent bleibt Ferrari

Noch ist die Saison lang, in Baku steht erst der achte von 22 WM-Läufen an, auf einen einzigen Titelkandidaten will sich Horner (noch) nicht festlegen – keine Teamorder also, keine feste Nummer eins. „Checo ist genauso in dieser WM wie Max es ist“, sagte Horner, der auf Teamplay setzt.

Der Hauptrivale kommt schließlich nicht aus den eigenen Reihen. Ferrari, allen voran Leclerc, gilt es für Red Bull mit vereinten Kräften zu schlagen. „Wir müssen sicherstellen, als Kollektiv zusammenzuarbeiten, damit wir beide Fahrer vor sie bekommen“, sagte Horner.

Wie schnell die Stimmung kippen kann, wie schnell Eitelkeiten dieses Kollektiv gefährden können, wie fragil der Hausfrieden bei Red Bull möglicherweise ist, ließ sich in Monaco dennoch zumindest erahnen. Jos Verstappen, Vater des Titelverteidigers, unterstellte indirekt eine Bevorteilung von Perez. Seinem Sohn sei mit der Monaco-Strategie nicht geholfen worden, das, so der frühere Formel-1-Pilot, sei enttäuschend: „Ich hätte mir gewünscht, dass es für den WM-Leader anders läuft.“

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