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HSV zittert unnötig, 96 geht im Spektakel unter

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Am 3. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga trotzt der Hamburger SV erfolgreich dem eigenen Chancenwucher und orientiert sich gen Tabellenspitze. Das ambitionierte Hannover 96 dagegen erlebt einen bitteren Tag mit einer derben Pleite und kuriosen Gegentoren.

Hamburger SV – 1. FC Heidenheim 1:0 (1:0)

Aufstiegsfavorit Hamburger SV hat den ersten Heimsieg der Saison in der 2. Fußball-Bundesliga gefeiert. Die Norddeutschen bezwangen im Volksparkstadion den 1. FC Heidenheim mit 1:0 (1:0) und rückten zunächst auf Platz vier vor. Für die Ostwürttemberger war es nach zwei Auftaktsiegen die erste Niederlage und das erste Gegentor im Spieljahr. Der Ex-Heidenheimer Torjäger Robert Glatzel mit seinem dritten Saisontor (42. Minute) erzielte vor 43.094 Zuschauern das Tor für die Gastgeber.

Nach der Heimpleite gegen den FC Hansa Rostock zwei Wochen zuvor waren die Hamburger vorsichtiger im Spielaufbau, um den früh attackierenden Gästen wenig Kontermöglichkeiten zu bieten. Die Heidenheimer profitierten lange von ihrer gut organisierten Defensive, blieben aber im Angriff zu ungefährlich. Ihre einzige Torchance im ersten Durchgang vereitelte Daniel Heuer Fernandes. Der seit Wochen starke HSV-Torhüter war nach einem Kopfball von Patrick Mainka mit sehenswerter Parade zur Stelle (10.). Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste mutiger. Das Team von Trainer Frank Schmidt rückte weiter auf, um dichter an den HSV-Strafraum zu kommen. Mit der Einwechslung von Kevin Sessa wurden die Offensiver des 1. FCH gefährlicher. Zwar sammelten die Gäste reichlich Ecken, gute Chancen blieben jedoch Mangelware.

Immer wenn mehr Tempo ins Spiel kam, wurde es gefährlicher. Letztlich war der Erfolg der Gastgeber verdient, weil das Team von Trainer Tim Walter nicht nur mehr vom Spiel hatte, sondern auch mehr in die Offensive investierte. Allein Glatzel hätte in der ersten Halbzeit vier Tore schießen können.

Jahn Regensburg – 1. FC Nürnberg 0:0

Der 1. FC Nürnberg hat den Topstartern des SSV Jahn Regensburg die ersten Punkte abgenommen. Trotz frühen Verletzungspechs erkämpften sich die Franken ein torloses Remis bei den weiter ungeschlagenen Oberpfälzern. In einem phasenweise hitzigen Duell im mit 15.210 Zuschauern ausverkauften Stadion blieben die Regensburger erneut ohne Gegentor und auch vorerst an der Tabellenspitze. Der „Club“ liegt nach dem dritten Spieltag im Mittelfeld.

Nürnbergs Coach Robert Klauß hatte auf Kapitän Christopher Schindler wegen einer Muskelverletzung verzichten müssen, für ihn gab Neuzugang James Lawrence sein Startelfdebüt. Während des Aufwärmens verletzte sich auch noch Mats Möller Daehli und fiel kurzfristig aus. Das Nürnberger Pech setzte sich sogar fort: Kurz nach dem Anpfiff musste Tim Handwerker mit dick bandagiertem linkem Knie und gestützt von zwei Betreuern vorzeitig ausgewechselt werden. Die Nürnberger entfachten zu Beginn Dauerdruck und hatten auch die ersten Chancen. Die Regensburger leisteten sich viele Fehlpässe und konnten sich erst nach gut 20 Minuten befreien. Ihre beste Gelegenheit hatte Andreas Albers (26.), der freistehend aus wenigen Metern Torwart Christian Mathenia in die Arme schoss. Chancen nach dem Wechsel waren Mangelware.

Die Defensivreihen waren dicht, Geduld war gefragt. Albers (81.) hätte aus der Drehung heraus in der immer wieder durch taktische Fouls unterbrochenen Partie fast noch für die späte Entscheidung gesorgt.

SC Paderborn – Hannover 96 4:2 (1:2)

Hannover 96 muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Am Samstag unterlag die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl trotz zweimaliger Führung deutlich mit 2:4 (2:1) beim SC Paderborn. Die Gäste waren zwar durch Harvard Nielsen (12. Minute) sowie Cedric Teuchert (36.) zweimal in Führung gegangen, mussten aber durch das Eigentor von Luka Krajnc (28.) und den Treffer von Marvin Pieringer (52.) zweimal den Ausgleich hinnehmen. Schließlich drehten SC-Kapitän Ron Schallenberg (60.) und Felix Platte (89.) das Spiel zu Gunsten der Gastgeber.

In einer temporeichen Partie spielten beide Teams über 90 Minuten mutig nach vorne und hatten zahlreiche Torchancen. Hannover-Torhüter Ron-Robert Zieler konnte sich ebenso mehrfach auszeichnen, wie auf der anderen Seiten Jannik Huth. Allerdings profitierten beiden Seiten bei ihren Treffern auch von den Fehlern des Gegners. Hannover konnte dennoch zweimal eine Führung nicht behaupten, hatte bei zahlreichen Pfosten- und Lattentreffer aber auch Pech. Effektiver agierten die Paderborner, vor allem in der Schlussphase. Der Sieg wäre beinahe noch höher ausgefallen, doch Sirlord Contehs Tor wurde nach Videobeweis (55.) wegen Foulspiels aberkannt. Ihren ersten Saisonsieg hatte der ehemalige Bundesligist Paderborn zum Saisonauftakt durch einen 5:0-Sieg gegen den Karlsruher SC gefeiert.

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