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Gemeinsam für Spandau 04 in der Euro League: Die Deike-Schwestern halten zusammen – Sport

Wenn man es genau nimmt, war der Erfolg von Gesa Deike programmiert. Als Kind bekam sie sich regelmäßig mit ihrem jüngsten Bruder in die Haare und oft gab es „Kabbeleien“. Ähnlich körperlich kann es auch beim Wasserball zugehen. „Das war typisch für meine Familie, deshalb glaube ich schon, dass mich das geprägt und mir einen kleinen Vorteil verschafft hat“, sagt die 26-jährige Wasserballerin. „Mit drei Brüdern kriegt man etwas anderes beigebracht als mit Puppen zu spielen.“

Insgesamt hat Gesa Deike vier Geschwister: drei Brüder und eine Schwester. Ursprünglich waren sie alle Schwimmer*innen, aber nur Gesa und ihre drei Jahre jüngere Schwester Ira spielen heute bei Spandau 04. Gesa wechselte 2010 vom Schwimmen zum Wasserball, nachdem ihr Vater den Verein White Sharks Hannover gegründet hatte.

Ira habe damals schon in der Mixed-Mannschaft gespielt, erzählt Gesa, „und sie meinte, das sei ganz cool. Da dachte ich, ich probiere das auch mal.“

Ira Deike gefällt besonders gut die Komplexität des Sports. „Man muss viele Sachen trainieren: Vom Schwimmen, übers Werfen bis zum Wassertreten. Das ist eine Herausforderung.“ Für Gesa habe sich eine „ganz andere Welt“ aufgetan, als sie vom Schwimmen zum Wasserball wechselte und nicht mehr allein bei Wettkämpfen antreten musste, sondern im Team.

Seither sind die Schwestern unzertrennlich: Erst spielten sie gemeinsam in der Bundesliga beim Hannoverschen SV, dann wechselten sie nach Heidelberg und anschließend zogen sie zum Studieren nach Köln, wo sie parallel für Bayer Uerdingen spielten. Ira begann Medizin zu studieren und Gesa absolviert an der Sporthochschule Köln ihren Bachelor.

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Bis zum Ende ihres Studiums wolle sie auf jeden Fall Leistungssport betreiben, sagt Ira. Dass viele Veranstaltungen aufgrund der Pandemie ins Digitale verlagert wurden, kam ihr in den vergangenen Monaten zugute. Besonders wichtig seien ein gutes Zeitmanagement und der Glaube an sich selbst, sagt Ira. „Man ist durch den Sport eh sehr diszipliniert und wenn man sich ransetzt und nicht aufgibt, ist das gut zu vereinbaren.“

Auf die Frage danach, wie es ist mit der eigenen Schwester zu trainieren, antworten beide einstimmig „gut“ und lachen. „Wir trainieren lieber zusammen als gegeneinander spielen zu müssen“, sagt Ira und Gesa ergänzt: „Es macht immer mega Spaß und man hat direkt ein Feedback nach dem Training, das ist praktisch.“

Den Pokal hat Spandau 04 schon gewonnen

Gegeneinander zu spielen, das war auch in dieser Saison keine Option für die beiden und so wechselten sie zu den Wasserfreunden Spandau 04. Gleich zu Beginn der Saison konnten sie mit Berlin den ersten Erfolg gegen ihr Ex-Team Bayer Uerdingen feiern und sich den Pokal sichern. „Wir haben uns beide gut ins Team gefunden und es macht viel Spaß. Hierher zu kommen war die richtige Entscheidung“, sagt Gesa Deike.

Gesa Deike kam genau wie ihre Schwester Ira von Bayer Uerdingen nach Berlin.Foto: imago/Insidefoto

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Die nächste Herausforderung erwartet die beiden an diesem Wochenende bei der Euro League in Berlin, wo sie sich in fünf Spielen gegen Vereine aus Italien, Spanien, Griechenland, Frankreich und Ungarn beweisen müssen. Nur die drei besten Teams qualifizieren sich für die nächste Runde.

Den Auftakt bildet am Donnerstag das Match gegen Olympic Nizza (18.30 Uhr, Schwimmhalle Schöneberg). Bei den Männern steht am Samstag ein Champions-League-Heimspiel gegen Jug Dubrovnik (19 Uhr) an.

„Das Ziel ist es, drei Spiele zu gewinnen. Mit einer guten Teamleistung und unserer Vorbereitung ist das machbar, denke ich“, sagt Ira. Besonders die Teams aus Mataro und Padova dürften es ihnen schwer machen. Unterstützung erhalten sie von ihren Fans, auch die Familie von Gesa und Ira Deike kommt über das Wochenende nach Berlin. Sie will bei jedem Spiel dabei sein und die Schwestern kräftig anfeuern.

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