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Fazit nach dem ersten Saisondrittel in der DEL: Für die Eisbären Berlin kommt der Deutschland-Cup gerade recht – Sport

Der Deutschland-Cup kommt für die Eisbären nach den jüngsten Eindrücken zum genau richtigen Zeitpunkt. Insbesondere für die Profis, die in dieser Woche trainingsfrei haben und sich mental sowie körperlich etwas erholen können. Aber auch für die fünf Spieler (Marcel Noebels, Leo Pföderl, Jonas Müller, Kai Wissmann, Manuel Wiederer), die von Bundestrainer Toni Söderholm ins Team und somit nach Krefeld berufen wurden, möchten auf anderer Bühne etwas den Kopf frei bekommen nach 19 Ligaspielen und sechs Auftritten in der Champions Hockey League. Kapitän Frank Hördler, der inzwischen zur ersten Gruppe gehört, sagt: „Ich habe dort immer gerne gespielt mich wohlgefühlt, wenn ich wieder nach Hause gekommen bin.“

Das 2:5 in Ingolstadt am Sonntag lieferte den erneuten Beweis, dass die Berliner etwas aus dem Rhythmus gekommen sind. Dass die einzelnen Mannschaftsteile seit dem 1:3 gegen Schwenningen am 22. Oktober, die eine vorherige Siegesserie von sieben gewonnenen Pflichtspielen beendete, nicht mehr wie gewohnt ineinandergreifen. „Wir müssen etwas investieren, um den nächsten Schritt zu machen“, sagt Hördler.

Gerade in der Defensive ging es zuletzt ungewohnt wild zu. 24 der bislang 54 Gegentore kassierten die Berliner in den vergangenen sechs Spielen, also seit besagtem Auftritt gegen die Schwarzwälder. Selbst die beiden Siege in den vergangenen Tagen gegen Bremerhaven (5:2) und Straubing (5:4) erforderten höchste Mühe und Comeback-Qualitäten. Beide Auftritte standen sinnbildlich für die Probleme der Eisbären, dem Gegner in der Berliner Arena von Beginn an das eigene Spiel aufzuzwingen. Nur zweimal schoss die Mannschaft von Serge Aubin bei zehn Heimauftritten das erste Tor, sechs Führungstreffer in der ganzen Saison sind natürlich auch zu wenig. „Wir müssen über die ganzen 60 Minuten noch besser werden“, sagt Aubin.

Anders als seine Profis wird sich der Kanadier mit seinen Trainerkollegen keine Auszeit gönnen. „Wir werden natürlich weiterhin arbeiten, auch um sicherzustellen, dass wir die Mannschaft richtig vorbereiten“, sagt Aubin. Denn auch bei den Special Teams schwächelte der Deutsche Meister zuletzt. Sowohl im Überzahl- als auch im Unterzahlspiel rangieren die Eisbären derzeit nur auf Rang 13. Vereinslegende Sven Felski sagte jüngst als Fernsehexperte. „Wenn sie das auch noch gut machen, wird es für die anderen richtig schwierig.“

Die Eisbären liegen nach 19 Spielen mit 35 Punkten im Soll

Denn trotz des jüngsten Negativtrends, der durchwachsenen Heimbilanz und der schwächelnden Special Teams zeugt Platz vier (35 Punkte) von einer ordentlichen ersten Phase dieser Spielzeit. „Unser Zwischenstand ist ok, die Saison dauert ja noch lang“, sagt Aubin. Insbesondere in der Offensive zeigt seine Mannschaft ihre Fähigkeiten regelmäßig. 66 Tore sind zusammen mit Spitzenreiter Mannheim Bestwert der Liga, wenngleich die Münchener (56) nach der Coronawelle im Team vier Spiele weniger bestritten haben.

Was die Qualitäten der einzelnen Profis angeht, ist kaum eine Mannschaft in der Liga besser besetzt als die Eisbären. „Wir haben sehr viele Spieler, die individuell sehr gut sind, aber jetzt müssen wir das besser zusammenbringen“, sagt Hördler. Dass die Eisbären wissen, wie das funktioniert, zeigten sie in der vergangenen Geister-Saison, als sie ein Lehrbeispiel ablieferten, wie man trotz schwieriger Umstände in kurzer Zeit eine funktionierende Einheit formt. Zahlreiche dieser Protagonisten sind nach wie vor dabei.

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Womöglich braucht es auch nur eine kleine Pause, um wieder in den Rhythmus zu finden. Auch weil der zuletzt schmerzlich vermisste Blaine Byron seine Hüftprobleme dann hoffentlich wieder auskuriert hat. „Wenn es wieder losgeht, werden wir eine bessere Mannschaft sein“, ist Trainer Aubin überzeugt.

Die Chance, das zu beweisen, lässt dann auch nicht lange auf sich warten. Im ersten Heimspiel nach dem Deutschland-Cup, am 19. November, empfangen die Berliner zum zweiten Mal in dieser Saison das Team aus Mannheim, das bislang aus Sicht der Konkurrenz erschreckend wenige Schwächen erkennen lässt.

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