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Ex-Profi Subotic ist „so angekotzt“ vom Fußball

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Einst ein gefeierter Star, heute einer der größten Kritiker seines Sports: Neven Subotic kümmert sich längst viel lieber abseits des Fußballplatzes um das, was für ihn wirklich zählt. Das ist etwa sauberes Trinkwasser in Afrika. Mit dem Fußball hat er abgeschlossen, ist sogar „angekotzt“.

Der frühere Bundesliga-Profi Neven Subotic hat das große Interesse am Fußball verloren: „Ich schaue kein ganzes Spiel an, nur noch Highlights, will nur Tore sehen“, sagte der 33-Jährige, der mit Borussia Dortmund 2011 und 2012 die deutsche Meisterschaft gewann, in einem Interview der „Augsburger Allgemeinen“. „Fußball per se interessiert mich nicht, aber ich freue mich für meine ehemaligen Kollegen“, fügte der frühere serbische Nationalspieler an. „Manche empfinde ich als meine kleinen Brüder. Ich hoffe, ihnen ein bisschen was mitgegeben zu haben in Sachen Entscheidungsfindung und wie sie durch eine Karriere gehen.“

Mit dem Prinzip Leistungssport kann Subotic nichts mehr anfangen: „Ich bin so angekotzt, weil vieles davon so irrelevant ist.“ Er wisse, dass Sport die Leute verrückt machen könne, erlebe das bei seinem Vater. „Der schaut oder spielt nur Sport. Wenn ich den anrufe, schaut der Tennis oder zweite Liga Italien“, so Subotic. Ihm offenbart sich aber ein Problem. Sein Vater sei immer stolz auf die jugoslawischen Sportler gewesen, „und dann hat es auch noch sein Sohn auf die große Bühne geschafft. Aber wenn ich sehe, wie viel dadurch verloren gegangen ist, traue ich mich noch nicht mal, mich damit näher auseinanderzusetzen.“

Noch keine Zeit fürs Karriereende

Viel wichtiger ist Subotic seine Stiftung, mit der er in Afrika für sauberes Trinkwasser sorgt. „Frauen und Kinder sind bis zu sechs Stunden täglich unterwegs und schleppen verdrecktes Wasser. Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn du jeden Tag verunreinigtes Wasser zu dir nimmst“, sagte der ehemalige Abwehrspieler. Kinder würden Wasser holen müssen, anstelle zur Schule gehen zu können. Subotic: „So wird Bildung Luxus und Wasser Pflicht.“

Für seine Projekte gibt er jährlich selbst 400.000 Euro aus. Auch wenn sein Geld irgendwann aufgebraucht sei, bereue er „keinen einzigen Cent. Im Gegenteil: Ich hätte es nicht besser investieren können.“ Luxus sei ihm nicht wichtig, er hat nicht allzu viel Besitz.

Seine Karriere hat Subotic, der zuletzt 2021 für den SCR Altach in Österreich gespielt hat, offiziell noch nicht beendet. Das sei aber nur eine Formsache: „Ich hatte nur noch keine Zeit, es offiziell zu machen“, sagte er der Zeitung.

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