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Ex-Bremer übernimmt Ukraine-Team im Krieg

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Trotz des Angriffs von Russland plant die ukrainische Fußball-Liga, im Sommer den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Dabei mischt auch der Ex-Bremer Viktor Skripnik mit. Er übernimmt mitten im Krieg den Erstligisten Worskla Poltawa – und hat bereits Erfahrung mit Bombenalarm.

Der frühere Werder-Trainer Viktor Skripnik übernimmt mitten während des Krieges in seiner Heimat einen neuen ukrainischen Klub. Der Erstligist Worskla Poltawa aus der Zentralukraine gab die Verpflichtung des früheren Bundesliga-Spielers und -Trainers von Werder Bremen zum 1. Juli bekannt.

Bislang trainierte der 52 Jahre alte Skripnik den Conference-League-Teilnehmer Sorja Luhansk aus dem Osten des Landes. Luhansk und das Ausweichquartier des Klubs in Saporischschja sind seit dem russischen Angriff auf die Ukraine jedoch Kriegsgebiet. Poltawa ist das aktuell nicht. Der FK Worskla spielte in der Saison 2011/12 in der Europa League gegen Hannover 96 (1:2, 1:3). Trotz des Krieges möchte die ukrainische Liga im Sommer den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

„Einfach fürchterlich“

Der frühere ukrainische Nationalspieler Skripnik war von 1996 bis 2004 zunächst Spieler bei Werder Bremen, ehe er als Trainer im Nachwuchsbereich begann. Von Oktober 2014 bis September 2016 trainierte Skripnik das Bundesliga-Team der Bremer. Seine Co-Trainer waren damals Florian Kohfeldt und Torsten Frings.

2019 übernahm er in seiner Heimat das Team aus Luhansk. Da die Stadt zu den bereits seit 2014 von pro-russischen Separatisten kontrollierten Gebieten der Ostukraine gehört, spielte und trainierte Skripniks Team in den vergangenen Jahren in der südukrainischen Stadt Saporischschja, die gleich zu Beginn des Krieges ebenfalls von russischen Truppen angegriffen wurde. „Er hat fünf oder sechs Spieler bei sich zu Hause aufgenommen. Gemeinsam suchen sie in seinem Keller Schutz, wenn Bomben fallen“, sagte der frühere deutsche Junioren-Nationalspieler Joel Abu Hanna im März der „Bild“-Zeitung. „Was ich von meinen früheren Mitspielern in unserer Whatsapp-Gruppe höre, berührt mich sehr. Sie sitzen in Kellern oder Bunkern, um sich vor den Bomben zu schützen. Teilweise mit ihren Kindern, die ich auch kennengelernt habe. Einfach fürchterlich.“ Der 24-Jährige spielte von 2019 bis 2021 für Sorja Luhansk.

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