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Drogenschmuggler bei Einreise nach Katar erwischt

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Bei der Gepäckkontrolle am Flughafen Doha gerät ein Passagier ins Visier katarischer Zollbeamter. In seinem Koffer finden die Beamten mehrere Hundert Gramm Marihuana und Schmerzmittel. Weil das Golfemirat bei Drogen eine Null-Toleranzpolitik verfolgt, droht dem Mann eine langjährige Haftstrafe.

WM-Gastgeber Katar hat den ersten Drogenfund während des Turniers bekannt gegeben, darunter das im Fußball weit verbreitete Schmerzmittel Tramadol. Die Zollbehörden am Hamad International Airport in Doha erklärten auf Twitter, sie hätten „den Schmuggel“ von 1990 Tramadol-Tabletten und 464,5 Gramm Haschisch „vereitelt“. Die illegalen Substanzen seien gefunden worden, als Zollbeamte das Gepäck eines verdächtigen Passagiers kontrolliert hätten.

Angaben zur Staatsangehörigkeit des Passagiers machten die Behörden zunächst nicht; laut einem Verantwortlichen, der anonym bleiben wollte, muss der Passagier vor Gericht erscheinen. In dem Golfemirat gelten strenge Gesetze hinsichtlich Drogenbesitzes. Sie sehen lange Haftstrafen, hohe Geldstrafen und Abschiebung vor. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) plant, Tramadol, ein süchtig machendes synthetisches Opiat, ab 2024 auf ihre Verbotsliste zu setzen. Im Radsport ist es bereits verboten.

Bis wenige Stunden vor dem Beginn des Eröffnungsspiels der Weltmeisterschaft zwischen Gastgeber Katar und Ecuador war auch um den Umgang mit Alkohol rund um die Stadien gerungen worden. Alkohol ist in Katar nicht gänzlich verboten, wird aber nur sehr eingeschränkt etwa in Bars oder Restaurants bestimmter Hotels ausgeschenkt. Ausländer, die eine Aufenthaltsgenehmigung haben, können ihn auch in einem Geschäft kaufen, müssen aber älter als 21 Jahre sein und brauchen dafür eine Erlaubnis. Entgegen ursprünglicher Pläne hatte die FIFA schließlich auf Druck der Gastgeber verkündet, dass in den und um die Stadien kein Alkohol ausgeschenkt werden darf. Aus der Königsfamilie des Emirats hatte es nach Berichten der englischen „Times“ zuvor die Ansage gegeben, den Bierausschank nicht so öffentlich zu organisieren.

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