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Drittligist ohne Drittliga-Stadion stellt Lösung vor

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Von drei Seiten gibt es Absagen, die vierte Option untersagt der DFB – doch jetzt hat der VfB Oldenburg zumindest eine vorübergehende Antwort auf seine Stadionfrage gefunden. Der Drittliga-Aufsteiger kann nach Hannover ausweichen. Die Fans müssten dann ziemlich weit reisen für ein Heimspiel.

Der VfB Oldenburg könnte nach der Rückkehr in den Profifußball einige Spiele im knapp zwei Autostunden und rund 150 Kilometer entfernten Hannover bestreiten. Im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens für die 3. Liga benannte der Klub das Stadion des Zweitligisten Hannover 96 als Ausweichspielstätte. “Wir haben dazu sehr viele Gespräche geführt und freuen uns, dass wir im Fall der Fälle in die Landeshauptstadt ausweichen dürfen”, sagte Oldenburgs Geschäftsführer Michael Weinberg.

Der Klub habe aber “die klare Absicht”, so viele Spiele wie möglich im heimischen Marschwegstadion zu absolvieren. Zu diesem Zweck laufen weiterhin Gespräche mit der Stadt Oldenburg. So müsse etwa das fehlende Flutlicht durch eine mobile Anlage ersetzt werden: “Es gibt viel zu tun, aber wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam eine gute Lösung finden.” Seit Jahren wird in der 170.000-Einwohner-Stadt über den Bau eines neuen Fußballstadions diskutiert, mit dem Aufschwung des VfB erfährt die Debatte eine ganz neue Dynamik und Aktualität.

Als Meister der Regionalliga Nord war Oldenburg über die Relegation gegen den BFC Dynamo in die 3. Liga aufgestiegen und spielt damit erstmals seit 1997 im Profifußball. Einem 2:0 in Berlin folgte ein 1:2 vor 12.000 Zuschauern in der niedersächsischen Großstadt. “Jetzt werden wir aber hart dafür arbeiten, Drittligafußball in Oldenburg möglich zu machen”, sagte Weinberg außerdem. Einen Zeitplan für die Nachrüstungen am Marschwegstadion teilte der Klub noch nicht mit. In den vergangenen Wochen habe es jedoch konstruktive Gespräche mit der Stadt gegeben.

Die deutlich näher gelegenen Standorte Bremen, Meppen und Osnabrück hatte Oldenburg ebenfalls angefragt, allerdings keine positive Rückmeldung erhalten. Einem Umzug nach Lotte – die Sportfreunde sind nach vielen Jahren in der Regionalliga und drei Saisons in der 3. Liga inzwischen in die fünftklassige Oberliga abgestiegen – sei vonseiten des DFB eine Absage erteilt worden. Die Gremien des DFB tagen in dieser Woche und entscheiden dann über den Lizenzantrag des VfB Oldenburg.

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