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DFB-Trainer bittet um Ruhe für Moukoko

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Youssoufa Moukoko schießt die deutsche U21-Nationalmannschaft zu einem Erfolg in Polen, danach spricht sein Trainer darüber, was er sich von seinem Stürmer wünscht: Glücklich sein! Um den hochbegabten Teenager wird es nicht ruhig, genau das fordert Antonio Di Salvo jedoch. Wohl vergebens.

Deutschlands U21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo hat nach dem nächsten Doppelpack von Youssoufa Moukoko um Geduld im Umgang mit dem Ausnahme-Talent geworben. “Es ist wichtig, Youssoufa in Ruhe arbeiten zu lassen, in Ruhe reifen zu lassen”, sagte Di Salvo nach dem 2:1 (1:1) zum Abschluss der EM-Qualifikation in Polen, bei dem der 17 Jahre alte Moukoko beide Treffer erzielt hatte. “Er muss noch viel lernen, aber jetzt soll er erst mal glücklich sein, dass die Saison so zu Ende gegangen ist.”

Für Moukoko waren es die Tore Nummer fünf und sechs in seinem vierten Einsatz für die deutsche U21. Bei Borussia Dortmund erlebte Moukoko eine schwierige Saison mit vielen Verletzungen und wenigen Einsatzzeiten. Seine Zukunft bei dem Fußball-Bundesligisten ist daher offen, sein Vertrag läuft 2023 aus. Aus Sicht von Di Salvo ist die Spielpraxis für den Angreifer bei der U21 daher besonders wichtig. “Ich freue mich, dass Youssoufa mit Selbstvertrauen zum Verein zurückkehrt. Das war auch das Ziel, dass er wieder ans Spielen kommt, dass er seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellt”, sagte der 42-Jährige. “Dass es dann so geklappt hat, freut uns umso mehr und sollte vor allem auch ihn freuen.”

“Wisst ihr, wie alt der Junge ist?”

Der inzwischen ehemalige BVB-Trainer Marco Rose hatte schon im Saisonendspurt um Geduld geworben- bei allen Beteiligten. “Wisst ihr, wie alt der Junge ist? Der ist 17. Dann wird geschrieben: der Absturz des Youssoufa Moukoko. Wenn ich mit 17 so was über mich hätte ergehen lassen oder lesen müssen, weiß ich nicht, wie es mir gegangen wäre”, sagte Rose im Mai. Er würde sich wünschen, “dass man den Jungen auch mal 17 sein und sich entwickeln lässt. Und ihm nicht noch irgendwelche Klötze ans Bein bindet, Druck aufbaut oder den Verein ins Achtung stellt.”

Moukoko ist trotz seiner häufigen Verletzungen unzufrieden mit seiner Spielzeit. 16 Liga-Einsätze, auf 210 Minuten verteilt (zwei Tore, zwei Vorlagen), entsprechen nicht seinen Vorstellungen. Nur einmal stand der jüngste Spieler und Torschütze der Bundesliga-Geschichte in der Startelf. Die spanische Sportzeitung “AS” hatte schon von einem Interesse von Real Madrid geschrieben, dem Champions-League-Sieger sollen die Dienste des Teenagers 20 Millionen Euro Ablöse wert sein.

Auch Moukoko selbst sorgte dafür, dass es um ihn nur selten Ruhe gibt: Der 17-Jährige sorgte nach dem letzten Saisonspiel gegen Hertha BSC via Snapchat mit Fotos und Nachrichten für Wirbel. “Nach sechs Jahren mit wunderschönen Momenten muss ich mich verabschieden”, hieß es dort unter anderem. “Youssoufas Nachrichten waren unbedarft formuliert. Er wollte sich scheinbar bei seinen scheidenden Kollegen bedanken”, stellte der künftige Sportdirektor Sebastian Kehl schnell klar.

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