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Deutsches Team denkt schon ans “Biathlon-Mekka”

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Am Mittwoch ist es so weit: Die Biathleten starten im finnischen Kontiolahti in die neue Weltcup-Saison. Der Fokus des deutschen Teams liegt jedoch schon weiter in der Zukunft – bei der Heim-WM im Februar.

Denise Herrmann-Wick machte keinen Hehl aus ihrem eigentlichen Fokus. Wenn die Biathlon-Olympiasiegerin am Mittwoch im finnischen Kontiolahti erstmals in diesem Winter in die Loipe geht, richtet sich ihr Blick schon ins kommende Jahr. Genauer gesagt in den Februar – auf den Saisonhöhepunkt in Oberhof.

“Die Ziele liegen ganz klar auf der Heim-WM”, betonte Herrmann-Wick: “Was bis dahin passiert, ist quasi der Weg dorthin.” Sechs WM-Medaillen hat die 33-Jährige bereits geholt, im “Biathlon-Mekka” Oberhof sollen weitere dazu kommen. “Ich versuche, mir bis dahin ein gewisses Selbstbewusstsein aufzubauen und hoffe, dass der Zenit in Oberhof kommt.”

Zeit genug hat Herrmann-Wick: Bis zur WM ist es noch ein weiter Weg, sechs Weltcups sind vor dem Start am 8. Februar zu absolvieren. Der erste davon in Kontiolahti, wo für Männer und Frauen ab Dienstag bis Sonntag Rennen in Einzel, Staffel, Sprint und Verfolgung anstehen. Der erste, wichtige Schritt ist dabei schon einmal geschafft. “Die Saisonvorbereitung lief so weit nach Plan und problemlos”, sagte Herrmann-Wick. Auch der neue Sportdirektor Felix Bitterling gab sich “zufrieden” und ergänzte: “Wir hoffen, dass sich dies auch in guten Resultaten widerspiegelt.”

Ohne Erfolgsgaranten Lesser und Pfeiffer

Herrmann-Wick scheint dafür prädestiniert, sie ist immer noch das Gesicht der Mannschaft. Die podesterfahrene Franziska Preuß kann zudem – wenn fit – Anwärterin auf eine Top-drei-Platzierung sein. Vanessa Voigt, wie auch Preuß Teil des Olympia-Bronze-Quartetts von Peking, ist ebenfalls gesetzt. Einzig das vierte Staffel-Mitglied Vanessa Hinz muss nach einer Verletzung in der Vorbereitung vorerst im zweitklassigen IBU-Cup ran.

Noch mehr unter Zugzwang stehen die Männer: Im Februar traten Benedikt Doll und Co. erstmals seit 2010 ohne Medaille im Gepäck die Olympia-Heimreise an. Die einstigen Erfolgsgaranten sowie Zimmerpartner Arnd Peiffer und Erik Lesser verfolgen den Weltcupzirkus ab sofort als gemeinsames ARD-Experten-Duo. Umso mehr steht Doll nun im Fokus. Für den früheren Weltmeister stehen wie für Bundestrainer Mark Kirchner “der Saisonauftakt und die weiteren Weltcups erstmal im Fokus. Ich freue mich, dass wir im Februar 2023 die Heim-WM in Oberhof haben”, sagte der 32-Jährige, “auch wenn sie jetzt noch nicht so präsent ist.”

Ohnehin werden die Top-Favoriten zunächst andere sein. Bei den Frauen ist mit der zum Auftakt fehlenden dreifachen Olympiasiegerin Marte Olsbu Röiseland aus Norwegen zu rechnen, dahinter lauern unter anderem die schwedischen Schwestern Elvira und Hanna Öberg. Die deutschen Männer werden sich vor allem am viermaligen Peking-Sieger Johannes Thingnes Bö und Quentin Fillon Maillet, Titelverteidiger im Gesamtweltcup, messen müssen.

Auch deswegen versucht Kirchner “die Thematik WM weiter hintenanzustellen. Der Saisonauftakt ist immer eine Standortbestimmung”, so der 52-Jährige. “Jeder ist gespannt zu sehen, für was es schon reicht”. Doch das Ziel ist klar: Spätestens im Februar sollen die vorderen Plätze für Herrmann-Wick, Doll und Co. in Reichweite sein.

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