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Der FC Bayern und die Nähe zu Katar: Wer vor allem Geld nimmt, verändert wenig – Sport

Vereinsmitglieder können schon mal zum Ärgernis werden. Etwa wenn sie Einfluss nehmen wollen auf die Geschäfte einer ausgegliederten AG – wie die des FC Bayern München. Ende November wollen auf der Jahreshauptversammlung Mitglieder und Fans in München erreichen, dass die Profis den Sponsorenvertrag mit dem aufgrund von Menschenrechtsverletzungen in Kritik stehenden Emirat Katar („Qatar Airways“) auslaufen lassen.

So was aber, sagen sie sich da womöglich bei der FCB-AG: Ist doch alles nicht so schlimm in Katar und auch emanzipiert. Und so kommt nun die frohe Kunde aus München, dass sie in Doha wieder Frauen in kurzen Hosen auf den Platz lassen zum Fußballspielen. Natürlich nicht die eigenen, das würde das System der männlichen Vormundschaft konterkarieren. Aber die des FC Bayern. Die besten deutschen Fußballerinnen fahren schon seit 2018 dorthin ins Trainingslager. Die Männer können diesmal nicht, dafür aber die Frauen – als Vorhut der um sich greifenden Emanzipation in Doha?

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Mitnichten! Nach außen hin gibt sich Katar versucht weltoffen und liberal. Was hinter der Fassade passiert, ist bekannt und erschütternd, die Liste an Kritikpunkten von „Human Rights Watch“ ist lang: Frauen müssen in Katar die Erlaubnis ihres männlichen Vormunds einholen, um zu heiraten, um mit staatlichen Stipendien im Ausland zu studieren, um in öffentlichen Jobs zu arbeiten und an Fußballspielen in kurzen Hosen ist natürlich nicht zu denken für die wenigen Frauen in Katar, die Fußball spielen dürfen.

Die Rechtfertigung des Klubs aus München für den Schmusekurs ist bekannt, durch die Präsenz in dem Wüstenstaat erreiche man vor Ort Veränderungen zum Positiven. Kann gut sein. Noch besser ist allerdings, wenn wir auch über die reden, die ihr Geld aus Katar bekommen.

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