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Celtics kämpfen sich trotz Curry-Gala zur Führung

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Das Finale um den NBA-Titel ist umkämpft, nun gehen die Boston Celtics wieder in Führung. Zwei weitere Siege fehlen bis zum 18. Titel der Vereinsgeschichte. Der Sieg gegen die Golden State Warriors ist letztlich deutlich, obwohl sich das Team wieder eine Schwächephase leistet.

In der umkämpften Final-Serie um den NBA-Titel sind die Boston Celtics um Basketball-Nationalspieler Daniel Theis wieder in Führung gegangen. Frenetisch bejubelt von den meisten der 19.156 Fans im TD Garden holte das Traditionsteam ein 116:100 gegen die Golden State Warriors und braucht nur noch zwei weitere Siege zum 18. Titel seiner Geschichte – damit wären die Celtics vor den Los Angeles Lakers wieder alleiniger Rekordmeister in der besten Basketball-Liga der Welt.

„Sie haben den Sieg verdient. Sie haben uns stark unter Druck gesetzt und es fühlte sich an, als schwimmen wir die meiste Zeit stromaufwärts“, sagte Warriors-Trainer Steve Kerr. Boston-Trainer Ime Udoka machte die physischen Vorteile seines Teams als Schlüssel aus. „Wir wollen versuchen, unseren Willen und unsere Größe in dieser Serie durchzusetzen“, sagte er.

Wie in den ersten beiden Partien erlaubten sich die Celtics im dritten Viertel wieder eine lange Schwächephase und gerieten nach zwischenzeitlich 18 Punkten Vorsprung in Rückstand. Als Stephen Curry bei einem erfolgreichen Dreier gefoult wurde, wegen der Art des Fouls zwei zusätzliche Freiwürfe bekam und den Rückstand von neun Punkten binnen Sekunden auf vier verkleinerte, schien das Spiel zugunsten der Warriors zu kippen. Doch vor den eigenen Zuschauern holten sich die Celtics die Führung noch vor dem Ende des Abschnitts zurück und ging mit vier Punkten mehr ins Schlussviertel. Da erlaubten sie den Warriors nur noch elf Zähler. Robert Williams III hatte einen bärenstarken Abend und verbuchte vier Blocks.

Curry prophezeit sich selbst Schmerzen

„Wir wissen, dass das ein großartiges Team ist. Es kommt darauf an, wie du antwortest. Einfach immer weiter machen“, sagte Jayson Tatum im US-Fernsehen. Mit 26 Punkten war er der zweitbeste Werfer seines Teams, Jaylen Brown hatte noch einen Zähler mehr auf dem Konto.

Die Warriors konnten den Schwung aus dem glasklaren Sieg im zweiten Spiel am Sonntag dagegen nicht nutzen und stehen wie schon nach der Niederlage zum Start der Final-Serie unter Druck. Curry hatte zwar erneut ein ganz starkes drittes Viertel und verbuchte unterm Strich 31 Zähler, musste körperlich aber einiges aushalten und humpelte zwischenzeitlich. Celtics-Profi Al Horford war in einem Gerangel mehrerer Spieler um den Ball auf seinem linken Bein gelandet. Curry hatte danach einige Zeit auf dem Parkett gelegen. „Ich werde in Ordnung sein. Morgen vielleicht etwas Schmerzen“, sagte Curry. „Ich habe nicht das Gefühl, dass es schlimm ist.“

Theis, der als dritter Deutscher nach Detlef Schrempf und Dirk Nowitzki um die Larry O’Brien Trophy spielt, blieb erstmals in den Finals ohne Einsatzzeit. Celtics-Trainer Ime Udoka schickte bis zwei Minuten vor dem Ende nur acht verschiedene Profis aufs Parkett, verzichtete aber auch da auf den Niedersachsen.

Die Celtics warten seit 2008 auf die 18. Meisterschaft. Die Warriors hoffen auf den siebten Titel ihrer Geschichte und den ersten seit 2018. Statistisch spricht fast alles für die Celtics: In den 39 bisherigen Finalserien, in denen es nach den beiden ersten Spielen 1:1 stand, holte der Sieger von Spiel drei nach Angaben der Nachrichtenagentur AP zu 82 Prozent die Meisterschaft. Zu den Ausnahmen zählen allerdings auch die Warriors, die 2015 1:2 gegen die Cleveland Cavaliers hinten lagen und dann den Titel holten.

Am Freitag haben die Celtics in Spiel vier erneut Heimrecht, ehe die möglicherweise bereits entscheidende fünfte Partie am Montag wieder bei den Warriors stattfindet.

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