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BVB macht teuren Königstransfer Haller fix

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Borussia Dortmund greift für einen Topstürmer tief in die Tasche: Sébastien Haller wechselt von Ajax Amsterdam zurück in die Bundesliga und soll die Lücke schließen, die der Wechsel Erling Haalands in die BVB-Offensive gerissen hatte.

Borussia Dortmund ist auf der Suche nach einem Ersatz für den zu Manchester City gewechselten Topstürmer Erling Haaland fündig geworden: Sébastien Haller wird künftig für den Fußball-Bundesligisten auf Torejagd gehen. Der Transfer hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angekündigt, nun meldete Borussia Dortmund Vollzug. Der Angreifer von der Elfenbeinküste kommt von Ajax Amsterdam und unterschrieb einen Vertrag bis 2026. Über die Ablösesumme machten die Vereine keine Angaben, nach Informationen von Sky soll sie 31 Millionen Euro plus bis zu vier Millionen Euro an Bonuszahlungen betragen.

„Oberste Priorität ist, dass er Tore schießt“, hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die Herausforderung bei der Stürmersuche zuvor beschrieben. Und mit Sébastien Haller kehrt ein echter Torjäger zurück in die Bundesliga: Er schoss in 132 Erstligaspielen für den FC Utrecht und Amsterdam 73 Tore. Hinzu kommen elf Treffer in acht Champions-League-Spielen für Ajax. Zuvor hatte der 1,90 Meter große Angreifer mit Eintracht Frankfurt 2018 völlig überraschend den DFB-Pokal gewonnen, im Jahr darauf schoss Haller die Hessen mit 15 Treffern in 29 Spielen in die Europa League. 2019 war der Stürmer, der in Frankfurt gemeinsam mit Luka Jovic und Ante Rebic die von den Fans für ihre offensive Wucht gefeierte „Büffelherde“ bildete, für 50 Millionen Euro zu West Ham United in die Premier League gewechselt, ab Januar 2021 spielte der 28-Jährige dann für Ajax Amsterdam. Nach einem kuriosen Start, der Klub meldete ihn aus Versehen nicht für die Europa League, setzte er sich in der niederländischen Metropole schnell durch.

„Kein finanzielles Wagnis“

Borussia Dortmund, das für den Wechsel von Superstar Erling Haalands eine festgeschriebene Ablöse in Höhe von 75 Millionen Euro kassiert hatte, investiert mit der Verpflichtung Hallers weiter groß: Zuvor hatte der Vizemeister bereits für die deutschen Nationalspieler Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi sowie Salih Özcan vom 1.FC Köln tief in die Taschen gegriffen. Offiziell werden keine Ablösesummen kommuniziert, doch das Trio hat den Klub deutlich über 50 Millionen Euro gekostet.

DFB-Verteidiger Niklas Süle kommt zwar ablösefrei vom FC Bayern München, doch der Nationalspieler steigt bei seinem neuen Klub sofort als einer der Topverdiener ein. „Dortmund will den nächsten Schritt gehen, und genau das will ich auch. Das sind große Ziele, bei dessen Umsetzung ich Verantwortung tragen soll“, erklärte Süle im Mai gegenüber „Sport-Bild“.

Die im Vergleich zu den Vorjahren höhere Investitionsbereitschaft wollte BVB-Geschäftsführer Watzke nicht als Indiz für mehr Risikofreude gewertet wissen: „Wir haben eine finanzielle Basis, die über jeden Zweifel erhaben ist. Was wir bisher gemacht haben, ist ambitioniert, aber kein finanzielles Wagnis“, sagte er Anfang Juni.

Die neuen Stars sind bereits vor dem Trainings-Aufgalopp am Montag unter dem neuen, alten Trainer Edin Terzic eingetütet. Der Kader ist damit fast komplett. Interesse hat Dortmund noch an Hoffenheims Nationalspieler David Raum. Doch vor dem Transfer des Linksverteidigers, um den offenbar auch Vereine aus England werben, müssten Verkaufs-Kandidaten wie Nico Schulz, Raphael Guerreiro, Thorgan Hazard oder gegebenenfalls auch Emre Can erst einmal weitere Millionen einbringen.

Eine Kampfansage in Richtung des Serienmeisters Bayern München hatte es aus Dortmund schon zum Ende der vergangenen Saison gegeben: „Die Bayern sind im zehnten Jahr deutscher Meister. Daran möchte man sich nicht gewöhnen. Wir wollen uns so ausrichten, dass wir nach und nach die Chance haben, ganz oben mitzureden und anzugreifen.“ Gesagt hat das Marco Rose – wenige Tage später wurde der Trainer entlassen. Roses Nachfolger (und Vorgänger) Edin Terzic bekräftigte ebenfalls: „Lasst uns so hungrig sein wie noch nie. Lasst uns so hart arbeiten wie noch nie. Dann haben wir die große Chance, eines Tages zu feiern wie noch nie.“ Mit dem mit großer Vehemenz auf- und umgerüsteten Kader steigen die Chancen zumindest.

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