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Alexander Zverev freut sich über „schöne Nachricht“

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Alexander Zverev hat nach seiner schweren Verletzung bei den French Open den nächsten Schritt zurück in den Wettkampfbetrieb gemacht: Deutschlands bester Tennisprofi ist zurück auf dem Trainingsplatz und hat „wirklich gar keine Schmerzen“. Dazu verkündet er ein wichtiges Engagement.

Der deutsche Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev muss weiter um seine Teilnahme an den US Open bangen. „Das ist noch zu früh, ich habe jetzt zum ersten Mal Tennis gespielt“, sagte der 25-Jährige nach erstem leichten Training auf dem Platz im Interview mit RTL/ntv. Er habe gerade zum ersten Mal wieder „sehr, sehr vorsichtig“ Tennis gespielt, betonte der Hamburger und ergänzte mit Blick auf das wichtige Turnier vom 29. August bis 11. September in New York City: „Um bei einem Grand Slam zu spielen, ist es noch weit weg, mal schauen, wie das funktionieren wird.“

Zverev war am 3. Juni im Halbfinale der French Open gegen Rafael Nadal mit dem rechten Fuß umgeknickt und hatte sich dabei alle drei seitlichen Bänder im rechten Sprunggelenk gerissen. Anschließend war er operiert worden. Bei seinem ersten Training habe er „wirklich gar keine Schmerzen“ gehabt, sagte er: „Klar hab ich mich sehr vorsichtig bewegt, ich hab noch keinen Druck aufgebaut auf meinen Fuß, aber es ist einfach eine schöne Nachricht, dass ich wirklich gar keine Schmerzen gehabt habe – jetzt können wir weiterschauen!“

Für die Endrunde im September, deren Gruppenphase das deutsche Team in Zverevs Heimatstadt Hamburg bestreiten wird, ist der Weltranglistenzweite dagegen schon deutlich optimistischer: „Davis Cup, klar, da hoff ich mal, dass ich zu 100 Prozent fit bin“, sagte er RTL/ntv mit Blick auf den Team-Wettbewerb.

Profi im Kampf gegen Diabetes

Zverev hatte am Vormittag seine Diabetes-Erkrankung öffentlich gemacht und verkündet, dass er mithilfe seiner neu gegründeten „Alexander Zverev Stiftung“ vor allem betroffenen Kindern und deren Eltern eine Hilfestellung geben wolle. „Ich möchte Medizin und die lebensnotwendigen Dinge wie Insulin verschiedenen Ländern und Gebieten dieser Welt zur Verfügung stellen, wo sie es leider nicht haben. Es gibt viele Länder in Afrika und Asien, wo die Menschen nicht an die notwendige Medizin kommen“, sagte Zverev, der selbst seit seinem vierten Lebensjahr an der Krankheit leidet.

Der Typ 1, wie bei Zverev, ist bisher nicht heilbar, so dass die Betroffenen ihr Leben lang Insulin spritzen müssen. „Es ist leider immer noch so, wenn ein Kind in Afrika mit Diabetes erkrankt, ist es innerhalb von ein paar Tagen tot. Das möchte ich ändern. Ich möchte, dass jeder, egal wo er auf der Welt ist, mit dieser Krankheit leben kann, mit dieser Krankheit ein glückliches Leben haben kann und dafür brauchst du einfach die notwendige Medizin. Wir stehen erst am Anfang, aber es ist sehr schön. Du machst die Arbeit für andere und für die Gesundheit von anderen. Das ist ein sehr schönes Gefühl für mich und alle, die involviert sind.“

Dass Alexander Zverev an Diabetes erkrankt ist, war in der Tennisszene schon länger gemutmaßt worden, doch bisher vermied es der Weltranglistenzweite, sich dazu zu äußern. Im Gegenteil, mehrmals hatte Zverev in der Vergangenheit auf entsprechende Nachfragen mindestens ausweichend reagiert. „Ich wollte es nie ansprechen, wollte nie darüber reden, einfach, weil ich mich nie wohlgefühlt habe.“ Nun sei er an einem Punkt angelangt, an dem er über seine Erkrankung sprechen könne. „Das ist immer eine Frage von, wie fühlst du dich. Ich habe mich nie mit dieser Krankheit selbst wohlgefühlt, weil in der Schule sich andere über mich und meine Geräte lustig gemacht haben. Jetzt bin ich in einer Zeit angekommen, in der ich eine Persönlichkeit bin, die schon viel erreicht hat, wo ich sagen kann, dass ich für andere Kinder ein Beispiel sein kann.

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