August 13, 2026 10:26 a.m. CEST

Partielle Sonnenfinsternis

Seltenes Schauspiel über Hamburg: Die Sonne schrumpft zur Sichel

13.08.2026 – 03:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Während einer partiellen Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond vor die Sonne, im Vordergrund der Heinrich-Hertz-Turm auf St. Pauli: Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Ereignis. (Quelle: Daniel Reinhardt/imago)

Rund 85 Prozent der Sonne verschwanden am Mittwochabend über Hamburg hinter dem Mond. Den Höhepunkt erreichte die partielle Sonnenfinsternis um 20.07 Uhr.

Rund 85 Prozent der Sonne verschwanden am Mittwochabend über Hamburg hinter dem Mond. Die partielle Sonnenfinsternis erreichte gegen 20.07 Uhr ihren Höhepunkt, als von der Sonne nur noch eine schmale Sichel übrig blieb. Komplett dunkel wurde es dabei nicht, da es sich um keine totale Finsternis handelte.

Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Ereignis am Hamburger Planetarium, das im Rahmen einer „Langen Nacht der Astronomie“ Vorträge anbot und ab 19.45 Uhr Live-Bilder der totalen Sonnenfinsternis aus Spanien übertrug. Die Astronomin Carolin Liefke von der Vereinigung der Sternenfreunde erklärte der „Mopo“, dass sich der Mond zunächst von einer Seite der Sonnenscheibe her über diese bewege, bevor sich daraus die typische Sichelform entwickle.

Sonnenfinsternis über Hamburg in weiten Teilen Eurpas sichtbar

Ein plötzliches Ende nahm die Finsternis in Hamburg nicht: Die Sonne ging noch während der laufenden Verdeckung unter, je nach Standort zwischen etwa 20.30 und kurz nach 21 Uhr. Statt eines sichtbaren Endes der Finsternis verschwand demnach eine bereits von der Sichel geprägte Sonne am Horizont, so Liefke weiter.

Sichtbar war die partielle Sonnenfinsternis in weiten Teilen Europas sowie in Nordamerika und Westafrika. Eine totale Verdunkelung ließ sich nur in einem schmalen Streifen beobachten, der unter anderem über Island, Grönland, die Iberische Halbinsel und die Balearen verlief. Wer selbst in Richtung Sonne blickte, benötigte dafür eine spezielle Schutzbrille, da ein ungeschützter Blick die Augen dauerhaft schädigen kann – alternativ ließ sich das Schauspiel mit einer selbstgebauten Lochkamera gefahrlos auf Papier projizieren.

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