Oktober 13, 2026 2:36 p.m. CEST

Gemeinden in Florida rufen Notstand aus

So viele Virus-Infektionen wie seit Jahrzehnten nicht


Aktualisiert am 13.10.2026 – 10:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Risiko durch Stechmücken (Symbolbild): Vor allem die Asiatische Tigermücke (Aedes-Mücke) überträgt die für Denguefieber verantwortlichen Flaviviren. (Quelle: Pawich Sattalerd/getty-images-bilder)

Jedes Jahr gibt es in dem US-Bundesstaat Fälle von lokal übertragenem Denguefieber – aber so viele wie in diesem Jahr waren es selten. Es kam bereits zu einem Todesfall.

Der Bundesstaat Florida meldet derzeit so viele Denguefieber-Fälle wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Insgesamt seien in diesem Jahr bereits mehr als 500 Infektionen registriert worden, davon rund 280 lokale Ansteckungen, heißt es von der US-Gesundheitsbehörde CDC. Die anderen Infektionen erfolgten bei Reisen.

Der Großteil der Fälle wird in der Region rund um die Metropole Tampa registriert, dort starb im September auch eine ältere Frau nach einer Dengue-Infektion. Einige Gemeinden in der Region riefen den Notstand aus.

Denguefieber wird auch „Knochenbrecherkrankheit“ genannt

Das Denguefieber – wegen der Schmerzen manchmal auch „Knochenbrecherkrankheit“ genannt – wird von Stechmückenarten übertragen und ist in den Tropen und Subtropen weitverbreitet. Eine Infektion mit dem Virus kann Beschwerden wie hohes Fieber, Übelkeit und starke Kopf- und Gliederschmerzen auslösen, heilt aber bei den meisten Erkrankten ohne bleibende Folgen aus.

In einem kleineren Teil der Fälle entwickelt sich eine schwere, potenziell lebensbedrohliche Form. Dann kann eine Infektion zu inneren Blutungen und einem Schock führen. Kommt es zu einem schweren Blutdruckabfall, kann dieser tödlich enden. Schwere Verläufe treten jedoch oft erst nach einer wiederholten Ansteckung mit dem Virus auf.

Überträgermücken breiten sich aus

Für Florida sind lokale Dengue-Infektionen nichts Ungewöhnliches – in diesem Ausmaß aber schon. Die meisten Fälle in den letzten Jahren wurden 2023 registriert, damals waren es knapp 200.

Durch die steigenden Temperaturen und Niederschläge infolge des Klimawandels vermehrt sich die Überträgermücke jedoch zunehmend weltweit. Die WHO geht von weltweit 400 Millionen Infektionen jährlich aus, andere Experten schätzen bis zu 528 Millionen Infektionen jährlich. In Europa haben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC zufolge in diesem Jahr bislang Italien und Frankreich solche lokalen Infektionen berichtet.

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