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Ratgeber für Ihre Ernährung

Sind Fischstäbchen gesund?


Aktualisiert am 04.09.2025 – 07:31 UhrLesedauer: 2 Min.

Fischstäbchen: Bevorzugen Sie Produkte mit über 65 Prozent Fischanteil. (Quelle: margouillatphotos/getty-images-bilder)

Fisch gilt als ein gesundes Lebensmittel. Doch wie verhält es sich mit den allseits beliebten Fischstäbchen? Worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Im Jahr 2024 aß jeder Mensch in Deutschland durchschnittlich 12,1 Kilogramm Fisch pro Jahr. Auf dem Speiseplan der Deutschen steht dabei oft auch das beliebte Fischstäbchen. Denn es ist einfach in der Zubereitung und oft sogar bei Kindern beliebt, die sonst einen großen Bogen um jegliches Fischgericht machen.

Grundsätzlich ist der Verzehr von Fisch sehr gesund. Er enthält viel Eiweiß und essenzielle Omega-3-Fettsäuren, die gut für das Herz sind, die Augen gesund halten und den Blutfettspiegel regulieren. Fetter Fisch wie Lachs oder Makrele enthält mehr gesunde Fettsäuren als magere Sorten wie der Alaska-Seelachs.

Auch gilt Fisch als eine ausgezeichnete Quelle für Vitamine und Mineralstoffe. Die Vitamine A, B1, B2, C sowie D und Selen sind für den Körper sehr wichtig und können über Fischprodukte aufgenommen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt daher, Fisch ein- bis zweimal pro Woche auf den Speiseplan zu setzen.

Nur weil Fisch an sich gesund ist, lässt sich diese Aussage nicht direkt auf Fischstäbchen übertragen. Hier lohnt sich ein Blick darauf, welche Fischart in den Fischstäbchen enthalten ist.

Vor einigen Jahren enthielten Fischstäbchen vor allem Kabeljau. Kabeljau ist ein fettarmer Meeresfisch, der dennoch gewisse Mengen der wertvollen Omega-3-Fettsäuren enthält. Durch die Überfischung der Meere sind die Kabeljau-Vorkommen jedoch stark geschrumpft, sodass eine Alternative gesucht wurde.

Heute enthalten Fischstäbchen häufig Alaska-Seelachs. Der Name ist etwas irreführend, denn er ist nicht mit dem Lachs verwandt. Er gehört zur Familie der Dorsche und ist ebenfalls ein fettarmer Meeresfisch. Auch er enthält geringe Mengen der gesunden Omega-3-Fettsäuren.

Tipp: Um sicherzugehen, dass es sich um legal gefangenen Fisch handelt, sollten Sie darauf achten, dass der verwendete Fisch MSC-zertifiziert ist.

Die Panade, die das Fischstäbchen so besonders macht, verfügt nicht über die positiven Eigenschaften des Seefisches. Sie hat eine hohe Kaloriendichte und enthält meist viel ungesundes Fett.

Der Vergleich der Nährwerte zeigt:

Deswegen zählen panierte Speisen zu den stark verarbeiteten Lebensmitteln. Um unnötige Kalorien aus der Panade zu vermeiden, achten Sie bei Ihren Fischstäbchen auf einen möglichst hohen Fischanteil. Mindestens 65 Prozent des Fischstäbchens sollten aus Fischfilet bestehen.

Beim Zubereiten der Fischstäbchen schadet etwas Öl beim Anbraten nicht, doch Sie sollten die Fettmengen möglichst gering halten. Alternativ ist die Zubereitung auch im Backofen möglich.

Fisch ist ein gesundes Lebensmittel und auch Fischstäbchen bringen dem Körper noch einige gesundheitsfördernde Nährstoffe. Allerdings liefert die Panade viel Fett und Kalorien. Gerade wenn Lebensmittel unverarbeitet sind, sind sie meist besonders reich an wertvollen Inhaltsstoffen – das gilt auch für Fisch. Greifen Sie daher besser zu unpaniertem Fisch.

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