September 26, 2026 8:34 a.m. CEST

Arnold Schwarzenegger

Fast hätte der Megastar seinen österreichischen Pass verloren


26.09.2026 – 06:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Arnold Schwarzenegger ist ein Weltstar: Der ehemalige Gouverneur von Kalifornien ist seit 40 Jahren US-Bürger. (Quelle: IMAGO/Sadou Faye / Avalon)

Arnold Schwarzenegger wurde in der Steiermark geboren, machte in den USA Karriere und wurde schließlich Gouverneur von Kalifornien. Auch die Geschichte seiner Staatsbürgerschaft ist interessant.

„I’ll be back“ ist wohl Arnold Schwarzeneggers berühmtester Satz aus dem Film „Terminator“. Auf seine alte Heimat Österreich trifft er in gewisser Weise tatsächlich zu. Denn ganz verlassen hat der Hollywoodstar sie staatsrechtlich nie.

Schwarzenegger wurde 1947 im österreichischen Thal bei Graz geboren. Später zog er in die USA, wurde zunächst als Bodybuilder und schließlich als Schauspieler weltberühmt. Am 17. September 1983 folgte ein weiterer wichtiger Schritt: Schwarzenegger wurde US-amerikanischer Staatsbürger.

Normalerweise hätte der heute 79-Jährige damit seine österreichische Staatsbürgerschaft verloren. Doch Schwarzenegger hatte vorgesorgt.

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Bronzestatue vor dem Geburtshaus von Arnold Schwarzenegger in Thal: Es ist für Besucher geöffnet. (Quelle: IMAGO/Saulo Dias)

Schwarzenegger bekam eine Ausnahmegenehmigung

Österreich gehört zu den Staaten, die Doppelstaatsbürgerschaften vergleichsweise restriktiv handhaben. Erwirbt ein Österreicher freiwillig eine andere Staatsangehörigkeit, verliert er grundsätzlich die österreichische.

Eine Ausnahme gibt es unter anderem, wenn die zuständigen Behörden zuvor die Beibehaltung der österreichischen Staatsbürgerschaft genehmigen. Und genau eine solche Erlaubnis erhielt Schwarzenegger, bevor er Amerikaner wurde.

Damit besitzt der „Terminator“-Star bis heute beide Staatsangehörigkeiten. Das war auch während seiner politischen Karriere der Fall. Von 2003 bis 2011 regierte Schwarzenegger als Gouverneur den US-Bundesstaat Kalifornien – als amerikanischer Politiker mit österreichischer Staatsbürgerschaft. Die prominente Tätigkeit wurde Schwarzenegger allerdings fast zum Verhängnis.

2005 wurde Schwarzeneggers Pass zum Politikum

Als Gouverneur von Kalifornien gehörte es auch zu seinen Aufgaben, über Gnadengesuche von zum Tode verurteilten Häftlingen zu entscheiden. Seine Haltung zur Todesstrafe brachte Schwarzenegger in der alten Heimat massiv in die Kritik.

Bereits im Januar 2005 hatte Schwarzenegger ein Gnadengesuch des zum Tode verurteilten Donald Beardslee abgelehnt. Beardslee wurde anschließend hingerichtet. Es war die erste Hinrichtung in Kalifornien seit drei Jahren.

Der österreichische Grünen-Politiker Peter Pilz forderte daraufhin, Schwarzenegger die österreichische Staatsbürgerschaft abzuerkennen. Er argumentierte, die Todesstrafe sei mit österreichischen und europäischen Grundsätzen unvereinbar. Schwarzeneggers Verhalten schade dem Ansehen Österreichs.

Im Dezember desselben Jahres eskalierte der Konflikt erneut. Schwarzenegger lehnte auch das Gnadengesuch des zum Tode verurteilten Stanley „Tookie“ Williams ab. Williams, Mitbegründer der berüchtigten Straßengang Crips, war wegen vier Morden zum Tode verurteilt worden und wurde am 13. Dezember 2005 hingerichtet. Pilz erneuerte daraufhin seine Forderung nach einem Entzug der österreichischen Staatsbürgerschaft, aber es blieb auch nur bei einer Forderung. Seinen österreichischen Pass behielt der „Terminator“.

Auf Heimatbesuch: Schwarzenegger kehrt regelmäßig nach Österreich zurück, hier beim Besuch des Hahnenkamm-Rennens in Kitzbühel im Januar 2026. (Quelle: IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Rainer)
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