August 27, 2026 11:54 p.m. CEST

Was in ihm steckt – und was nicht

VW zeigt ersten Elektro-California


27.08.2026 – 22:09 UhrLesedauer: 3 Min.

VW ID. California Cruise auf Basis der ID. Buzz

VW ID. California Cruise: Er basiert auf dem ID. Buzz Pro. (Quelle: Volkswagen/ingobarenschee.com)

VW zeigt auf dem Caravan Salon in Düsseldorf seinen ersten Elektro-California. Das Modell überrascht – allerdings anders als erwartet.

Vielleicht waren die Erwartungen noch etwas zu hoch, als VW Nutzfahrzeuge vor rund zwei Wochen für den Caravan Salon in Düsseldorf (startet am 28. August 2026) mit dem ID. California Cruise einen laut damaliger Pressemitteilung „ersten Ausblick auf die elektrische Zukunft der California Familie“ versprach. Jetzt wurde er präsentiert, und es stellt sich heraus: Ein vollwertiger Elektro-Camper ist dieses Modell (noch) nicht.

Es hat allerdings schon eine ganze Weile gedauert, bis aus der ersten Ankündigung Realität wurde. VW hatte schon einmal an einem California auf Basis des ID. Buzz gearbeitet, das Projekt aber 2023 zunächst gestoppt. Damals bestätigte Volkswagen, dass das durch den Campingausbau zwangsläufig höhere Gewicht mit dem verfügbaren Elektroantrieb nicht zufriedenstellend kompensiert werden könne.

Schätzungen zufolge hätte ein ID. Buzz mit einer dem damaligen California vergleichbaren Ausstattung die Marke von drei Tonnen überschritten – mit Folgen für die Reichweite und auch die Zielgruppe: Mit einem Führerschein der Klasse B dürfen derzeit Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von höchstens 3,5 Tonnen gefahren werden. Bei einem schweren Basisfahrzeug bleibt damit entsprechend wenig Spielraum für Campingausbau, Passagiere, Gepäck und weitere Zuladung.

Eine dicke Matratze, California-Insignien und ein spezieller Modus

Ausklappen und hinlegen: Die Campingausstattung besteht aus einer Matratze, Verdunklung sowie Campingstühlen und einem Tisch. (Quelle: Volkswagen/ingobarenschee.com)

Dieses Problem eines gewichtsintensiven Ausbaus stellt sich beim ID. California Cruise jedoch nicht. Faktisch handelt es sich um einen klassischen ID. Buzz, entweder mit langem oder kurzem Radstand. Hinzu kommt eine einfache Campingausstattung mit einer rund zwei Meter langen und 1,20 Meter breiten Klappmatratze, die auf ein stabiles Brett über die umgeklappten Rücksitze gelegt wird. So etwas gibt es auch schon im „Gute Nacht-Paket“ des ID. Buzz für 2.600 Euro – nur ist die Matratze beim California mit neun Zentimetern etwas dicker.

Dazu kommen in der California-Ausstattung Lüftungsgitter für die vorderen Seitenfenster und Verdunklungselemente für alle Scheiben sowie das Glasdach, falls mitbestellt. Zusätzlich gibt es zwei Campingstühle und einen Campingtisch. Vergleichbar ist diese schlichte Campingausstattung mit dem Califonia Beach auf Basis des Multivans, nur hat dieser noch ein Aufstelldach.

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