„Die meisten kommen da nicht rein“
Christian Franke sieht Gefahr im „Immer wieder sonntags“-Aus
19.07.2026 – 09:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Absetzung von „Immer wieder sonntags“ beschäftigt Christian Franke. Der Schlagerstar sieht im Ende der Show für eine Gruppe eine besonders große Gefahr.
Mit „Immer wieder sonntags“ soll eine der wichtigsten TV-Bühnen für den Schlager wegfallen. Sänger Christian Franke sieht darin vor allem für Künstler abseits der größten Namen der Branche eine problematische Entwicklung. In einem aktuellen Interview mit „Schlager.de“ hat er geschildert, welche Bedeutung die ARD-Sendung aus seiner Sicht für die Branche hat.
„Immer wieder sonntags“ sei für alle Schlagerstars eine große Plattform, um in der Öffentlichkeit stattzufinden – primär sei die Sendung aber für Künstler, die nicht regelmäßig in den großen Samstagabendshows auftreten, wichtig. Sendungen von Florian Silbereisen oder Giovanni Zarrella erreichten zwar ein Millionenpublikum, doch „die meisten kommen da nicht rein“, so Franke. „Und dann sind Shows wie ‚Immer wieder sonntags‘ oder der ‚Fernsehgarten‘ Sendungen, die richtig große Aufmerksamkeit bringen.“
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„Sehr, sehr bitter“
Dass mit „Immer wieder sonntags“ nun eines dieser Formate wegfallen soll, sei „sehr, sehr bitter“. Während etablierte Künstler dadurch weniger Fernsehpräsenz hätten, könnten die Folgen für Nachwuchssänger noch gravierender sein. Nach Einschätzung des Sängers hat sich der Weg zu einer Musikkarriere inzwischen grundlegend verändert. Während er selbst seine Laufbahn noch mit Unterstützung von Plattenfirmen, Kassetten und Fernsehauftritten aufgebaut habe, seien heute vor allem soziale Netzwerke entscheidend. „Heute müssen sich Newcomer einen neuen Weg suchen, um auf sich aufmerksam zu machen“, sagt Franke.
Wer sich auf Plattformen wie Instagram oder TikTok eine große Reichweite aufbaue, könne dadurch auch das Interesse von Plattenfirmen wecken. Für Franke zeigt diese Entwicklung, wie sehr sich die Schlagerbranche verändert habe. „Die klassischen Wege sind weg, all die großen Shows gibt es nicht mehr. Was soll man denn machen?“, fragt er.
