November 1, 2026 9:18 p.m. CET

„Da gibt es einige Titel, die das tragen“

So hoch sind G. G. Andersons jährliche GEMA-Einnahmen


01.11.2026 – 19:00 UhrLesedauer: 2 Min.

G. G. Anderson: Er ist erfolgreich als Sänger und als Komponist. (Quelle: IMAGO/STAR-MEDIA)

Viele Lieder berühmter Schlagerstars sind von ihm komponiert. Durch diese hat G. G. Anderson immer noch jährlich Einnahmen im sechsstelligen Bereich, wie er jetzt offenbart.

Schlagersänger G. G. Anderson startete seine Karriere in den Sechzigerjahren. Zu seinen bekanntesten Hits zählen „Sommernacht in Rom“ und „Mama Lorraine“, beides Veröffentlichungen aus den Achtzigern. Zudem ist Anderson Komponist zahlreicher bekannter Schlagersongs. Er schrieb Lieder unter anderem für Roland Kaiser, Jürgen Drews, Rex Gildo, die Wildecker Herzbuben, Francine Jordi und Mary Roos. Im Gespräch mit dem „Merkur“ hat er nun verraten, was dadurch pro Jahr auf seinem Konto landet und welche Hits besonders lohnenswert sind.

„Ich will nicht prahlen, aber meine GEMA-Einnahmen liegen immer noch zwischen 150.000 und 200.000 Euro im Jahr. Da gibt es einige Titel, die das tragen“, sagte er. Dabei handele es sich insbesondere um Lieder, die Anderson für Roland Kaiser geschrieben hat. Der 76-Jährige sagte: „Wenn er vor Zehntausenden ‚Schach Matt‘ oder ‚Lieb mich ein letztes Mal‘ singt, summiert sich die Kapellen-GEMA enorm.“ Zudem nannte Anderson, der mit bürgerlichem Namen Gerd Grabowski heißt, seine eigenen Lieder, die häufig im Radio laufen, sowie „Spanish Night Is Over“ von Engelbert und „Manuel Goodbye“ von Audrey Landers, die international erfolgreich sind.

„Zu Spitzenzeiten hatten wir ein Vielfaches davon“

Schließlich räumte Anderson aber auch ein: „Zu Spitzenzeiten – als ich die Wildecker Herzbuben entdeckt hatte – hatten wir ein Vielfaches davon an GEMA-Einnahmen.“ Es sei heute zwar weniger geworden, dennoch sei man gut abgesichert.

G. G. Anderson sprach in dem Interview auch darüber, dass er noch immer nicht daran denke, aufzuhören. Gerade arbeite er sogar an einem neuen Album. Das liege schlichtweg daran, dass er „außer Musik kein anderes Hobby“ habe. Weiter erklärt er: „Der Hauptgrund weiterzumachen, sind einfach die Menschen. Wenn ich mit Andy Borg auf Tournee bin, ist jede Halle ausverkauft. Bei Andrea Berg in der ‚Sonnenhof-Hazienda‘ sollte ich 45 Minuten singen – am Ende stand ich fast zwei Stunden auf der Bühne, weil es so genial war!“

Zwar geht er im kommenden Herbst auf Abschiedstournee, doch das habe ja nichts zu bedeuten, so Anderson. Er sagte: „Solange niemand im Publikum ruft, dass ich aufhören soll, stehe ich weiter auf der Bühne.“

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