August 9, 2026 10:56 a.m. CEST

El Mala, Startelf, Spielidee

Wie bereit ist der 1. FC Köln für die Bundesliga?


09.08.2026 – 08:51 UhrLesedauer: 3 Min.

Kölns Cheftrainer René Wagner (Archivbild): Vor dem Start der Bundesliga muss er noch einige Probleme lösen.

Kölns Cheftrainer René Wagner (Archivbild): Vor dem Start der Bundesliga muss er noch einige Probleme lösen. (Quelle: IMAGO/Jan Huebner/imago)

Der 1. FC Köln gewinnt beide Testspiele gegen Real Sociedad San Sebastian. Doch wie weit sind die Geißböcke in der Vorbereitung auf die neue Saison wirklich?

Erst ein 2:0 im Geheimtest, dann ein 2:1 in der vorgezogenen Generalprobe: Zwei Wochen vor dem Pflichtspiel-Start in die neue Saison hat der 1. FC Köln den spanischen Pokalsieger Real Sociedad zweimal bezwungen. Ist der FC gerüstet für die neue Spielzeit?

Ein Blick auf den Kader und die Spielidee zeigt, dass die Geißböcke längst noch nicht Bundesliga-tauglich sind. Die Grundlagen sind gelegt, doch noch existieren zu viele Fragezeichen, die vor allem mit den Transfers zu tun haben. Ein Blick auf den Stand der FC-Vorbereitung:

1. Fitness

Linton Maina, Torschütze zum 1:0 am Samstag gegen San Sebastian, sprach nach der Partie von „einer der anstrengendsten Vorbereitungen“ seiner Karriere. Cheftrainer René Wagner weiß: Der FC muss zu den fittesten Teams der Liga gehören, um eine Chance auf Erfolg zu haben. Köln will laufintensiven und aggressiven Fußball. Dafür legen die Trainer mit den Spielern aktuell die Grundlagen. Es scheint zu fruchten, die FC-Profis wirken topfit, wenn auch derzeit noch müde.

2. Spielidee

Der FC agierte bislang in der Vorbereitung aus einer Viererkette heraus, zeigte sich offensiv dazu sehr positionsvariabel. Wagner will nicht mehr in Formationen denken, sondern in Räumen. Bestes Beispiel: Linksaußen Said El Mala soll als Dribbler das Spiel breit machen und von der Seitenlinie aus kommen, während der jeweilige Rechtsaußen ins Zentrum ziehen und gemeinsam mit Stürmer Ragnar Ache eine Doppelspitze bilden soll, unterstützt vom jeweiligen Zehner, der sich ebenfalls frei zwischen den gegnerischen Ketten bewegen darf. Das Problem ist aber wie schon in der vergangenen Saison der Spielvortrag mit Ball aus der eigenen Defensive heraus. Dort fehlt es noch immer an Ideen.

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3. Fehlender Sechser

Eines der zwei großen Kaderprobleme ist der noch immer fehlende Sechser. Der FC wollte frühzeitig diese Leuchtturm-Position schließen, hat es aber nicht geschafft, sondern sich mehrere Absagen eingehandelt. Jetzt sagt Wagner: „Weil die Personalie so wichtig sein kann, lassen wir uns da Zeit. Wenn die richtige Personalie nicht dabei ist, können wir es nicht machen. Wir wollen klar bei unserem Profil bleiben, das wir definiert haben.“

Ein neuer Sechser mit Erfahrung und Führungskraft muss her. Sportchef Thomas Kessler steht immer mehr unter Druck, einen solchen Spieler an Land zu ziehen. Die Vorbereitung zeigt: Der FC braucht den Denker und Lenker im Mittelfeld dringender denn je.

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