August 6, 2026 3:11 p.m. CEST

Fund einer Weltkriegsbombe

RTL-Sendezentrum evakuiert – Sender passt Programm an


Aktualisiert am 06.08.2026 – 14:06 UhrLesedauer: 2 Min.

RTL in Köln: Die Senderzentrale muss kurzfristig geräumt werden. (Quelle: IMAGO/Marco Bader)

Bei RTL herrscht Alarmzustand: Das Sendezentrum muss evakuiert werden, auch Auswirkungen auf das Programm seien laut Privatsender unvermeidlich.

Eine Weltkriegsbombe in der Nähe des Rheinparks in Köln versetzt den Privatsender RTL in Alarmbereitschaft. Denn bevor der Blindgänger entschärft werden kann, muss eine Zone um den Fund evakuiert werden – und genau dort liegt das Sendezentrum von RTL. Wie der Sender mitteilt, hat dies auch Auswirkungen auf das TV-Programm heute.

Sowohl für RTL als auch für n-tv gilt deshalb heute: Die Studios in Köln können nicht genutzt werden. Also weichen die Sender aus. Auch in Berlin befinden sich TV-Studios, wo jetzt etwa die Sendung „RTL Aktuell“ produziert werden soll. Die Ausgabe um 18.45 Uhr kommt also heute nicht vom Rhein, sondern von der Spree.

Stadt Köln informiert über Gefahrenlage

Für die Sendung „Punkt 12“ kam eine solche Maßnahme zu spät. Die Sendung wurde gerade live gesendet, als die Nachricht von der Evakuierung eintraf. Wie RTL schreibt, könne sie „Stand jetzt wie geplant bis 15 Uhr on air bleiben“. Während der Live-Sendung äußerte sich Moderatorin Angela Finger-Erben zu den Auswirkungen: „Um 15.15 Uhr müssen hier alle raus sein“, sagte sie und verwies auf „ein leichtes mulmiges Gefühl“.

Angela Finger-Erben moderiert am Donnerstag gemeinsam mit Daniel Fischer die Sendung „Punkt 12“. (Quelle: IMAGO/Dwi Anoraganingrum)

Für die Sendung „Explosiv“ ändert sich wenig: Sie wird vorab aufgezeichnet und wie gewohnt um 18.00 Uhr ausgestrahlt. Der Nachrichtensender ntv weicht hingegen aus: Die Redaktion wechselt laut Senderangaben ab 15 Uhr in ein mobiles Studio vor dem Hyatt-Hotel in Köln. Dies liegt direkt außerhalb des Evakuierungsbereichs.

Bekannt ist bisher, dass im Rhein bei Deutz gestern Abend eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe gefunden wurde. Die Behörden entschieden nach einer ersten Prüfung, dass das Kampfmittel entschärft werden muss und ließen dafür einen Gefahrenbereich errichten, sperrten diesen und forderten Anwohner und Betroffene auf, die Zone zu verlassen. Laut Angaben der Stadt Köln betrifft dies einen Evakuierungsradius von 400 Metern, zudem müssten mindestens 360 Personen evakuiert werden.

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