Zehntausende Haushalte betroffen
Riesen-Stromausfall in Berlin soll noch heute beendet werden
Aktualisiert am 07.01.2026 – 08:48 UhrLesedauer: 1 Min.
Tagelang mussten Zehntausende Haushalte in Berlin ohne Strom und Heizung auskommen. Jetzt soll die Versorgung schneller wiederhergestellt werden als ursprünglich geplant.
Nach dem großen Stromausfall im Berliner Südwesten sollen am Mittwoch ab 11 Uhr alle betroffenen Haushalte wieder mit Strom versorgt werden. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld der Berliner Senatskanzlei.
Ein Sprecher von Stromnetz Berlin konnte t-online das noch nicht final bestätigen. Ursprünglich hatte der Netzbetreiber mit einer Reparatur bis Donnerstagnachmittag gerechnet. Die Arbeiten seien hochkomplex, hieß es.
Der mutmaßlich linksextremistisch motivierte Brandanschlag hatte in der Hauptstadt zum bislang längsten Stromausfall der Nachkriegsgeschichte geführt. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen. Aus Sicht der obersten deutschen Strafverfolgungsbehörde besteht der Verdacht auf verfassungsfeindliche Sabotage, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Brandstiftung und Störung öffentlicher Betriebe.
In einem Bekennerschreiben hatte eine der linksextremistischen „Vulkangruppen“, die seit 2011 vor allem in Berlin und Brandenburg wiederholt Brandanschläge auf die öffentliche Infrastruktur verübt haben sollen, die Tat für sich reklamiert. In der Folge waren am Samstagmorgen im Südwesten Berlins zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom.
Am Dienstag veröffentlichte die Gruppierung mutmaßlich ein weiteres Bekennerschreiben. Darin verteidigte sie ihr Handeln: „Unser Handeln richtete sich nicht gegen Menschen, sondern gegen eine Infrastruktur, die tagtäglich Menschen, Umwelt und Zukunft zerstört.“ Die Authentizität des Schreibens konnte zunächst nicht verifiziert werden.
Wiederholt gab es in den vergangenen Tagen zudem Spekulationen, Russland könnte hinter dem Anschlag stehen. Die Polizei wies das zurück, darauf gebe es keine Hinweise. Auch die „Vulkangruppe“ widersprach.
