„Teil von etwas Großem“
Nach Wahlparty-Eklat: Remmo-Sohn postet Chat mit Linken-Politiker
Aktualisiert am 21.09.2026 – 15:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Neue Wende in der Diskussion um den Wahlpartybesuch von Clan-Boss Remmo: Sein Sohn legt Verbindungen zur Linken offen.
Nachdem der Berliner Clan-Boss Issa Remmo auf einer Wahlparty der Linken aufgetaucht war und die Partei sich daraufhin von ihm distanziert hatte, meldet sich nun sein Sohn zu Wort. Firas Remmo postete bei Instagram den Screenshot eines auf den 17. Februar datierten Chats mit dem Neuköllner Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak. Der freie Journalist Peter Rossberg machte zuerst auf das Posting von Firas Remmo aufmerksam.
In der Chatnachricht sprechen sich Remmo und Koçak gegenseitig mit „Bruder“ an. Koçak schreibt: „Grüße mit Respekt zurück an deinen Vater.“ Zudem bittet er den Remmo-Sohn, einen Videoausschnitt seiner Bundestagsreden zu verbreiten. In dem Clip kritisiert er die pauschale Verurteilung von Menschen als Clanmitglieder „allein aufgrund ihres Nachnamens“ und betont, Clankriminalität sei „kein klar definierter Straftatbestand“, sondern „ein politischer Kampfbegriff“. Auf Instagram teilte Firat Remmo das besagte Video am späten Sonntagabend. Direkt im Anschluss postete er den Screenshot des Nachrichtenverlaufs.
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Remmo versah den Screenshot mit einem Kommentar: „Wir sind Teil von etwas Großem. Wir stehen zusammen, wir halten zusammen und wir kämpfen gemeinsam für unsere Ziele.“ Man sei nicht hier, um nur dabei zu sein, sondern, „um zu schaffen, zu bewegen und zu gewinnen“. Er schrieb: „Wir sind Sieger. Wir sind Macher. Wir sind ein Team.“ Gemeinsam schaffe man Dinge, die „alleine niemals möglich wären“.
Linken-Parteivorsitzende Ines Schwerdtner sagte dazu: „Wir werden das mit Herrn Koçak klären.“ Offenbar war sie bereits über den Post informiert.
Linke hatte sich von Remmo distanziert
Issa Remmo war nach dem Wahlerfolg der Linken bei der Abgeordnetenwahl auf einer Wahlparty des Neuköllner Bezirksverbands aufgetaucht. Die Linke distanzierte sich davon. Ein Sprecher der Linkspartei sagte t-online, Remmo sei nicht eingeladen und die Veranstaltung öffentlich zugänglich gewesen. Bjoern Thielebein, Landesgeschäftsführer der Berliner Linken, ergänzte: „Typen wie er sind definitiv nicht Verbündete von uns. Er war weder eingeladen noch stand er auf irgendeiner Gästeliste. Alles, was man über diesen Menschen hört und weiß, ist widerlich.“ Er sei hinausbegleitet worden.
Später distanzierte sich die Partei in einer Stellungnahme erneut. Jorinde Schulz aus dem Bezirksvorstand der Neuköllner Linke sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, die Linke in Berlin unterhalte weder politische noch persönliche Beziehungen zu Remmo. „Uns war die Person und ihre Anwesenheit im Speziellen nicht bekannt, sie steht nicht auf unserer Anmeldeliste. Es gibt weder politische noch persönliche Beziehungen zu dieser Person.“ Remmos Besuch der Wahlparty habe daran „selbstverständlich nichts geändert“.
