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Rund 70.000 Menschen bei „Luthers Hochzeit“ in Wittenberg

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Wittenberg (dpa/sa) – Nach zwei Jahren coronabedingter Pause haben wieder Tausende Menschen das Fest „Luthers Hochzeit“ in der Stadt Wittenberg gefeiert. Von Freitag bis Sonntag kamen etwa 70.000 Besucher, wie ein Sprecher der städtischen Marketinggesellschaft sagte. „Die Resonanz auf die Veranstaltungen war durchweg positiv. Man hat gespürt, die Menschen waren froh und glücklich, wieder feiern zu können“, sagte er. Höhepunkt des dreitägigen Festes in der Stadt an der Elbe war der historische Festumzug mit Darstellern des Brautpaares mit der großen Hochzeitsgesellschaft.

Der Mönch Martin Luther (1483-1546) hatte im Juni 1525 in Wittenberg die Nonne Katharina von Bora geheiratet. Sie war aus dem Kloster Nimbschen (Sachsen) geflohen. Der Theologe hatte der Überlieferung nach am 31. Oktober 1517 seine 95 kirchenkritischen Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen. Dieses Ereignis gilt als Beginn der Reformation in Kirche und Gesellschaft, Kritiker sprechen indes von einer Spaltung.

Das Fest „Luthers Hochzeit“ wurde nach 1990 initiiert. Wegen der Corona-Pandemie wurde es 2020 abgesagt, 2021 als „Opening-Wochenende“ mit Kulturveranstaltungen gefeiert, aber ohne den historischen Festumzug, der an die Hochzeit erinnert.

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