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Bildungssenatorin weist Kritik an ihrer Amtsführung zurück

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Berlin (dpa/bb) – Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse hat Kritik an ihrer Amtsführung zurückgewiesen. „Es ist ziemlich absurd, was man mir vorwirft. Wer mich kennt, weiß, dass mir gute Bildungspolitik und angemessene, kindgerechte Pädagogik sehr am Herzen liegen und ich dafür brenne“, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Die Berliner CDU-Fraktion hatte ihr Desinteresse, Ideenlosigkeit und fehlendes Engagement für Schulen, Pädagogen und Schüler vorgehalten und einen Antrag ins Abgeordnetenhaus eingebracht, Busses Amtsführung zu missbilligen. Darüber soll voraussichtlich am Donnerstag abgestimmt werden. Inhaltlich kritisierten die Christdemokraten unter anderem, Busse unternehme zu wenig gegen den Lehrkräftemangel.

Den gebe es nicht nur Berlin, sondern bundesweit, sagte die Bildungssenatorin. „Berlin ist aber besonders betroffen, weil wir lange nicht verbeamtet haben. Die Rückkehr zur Verbeamtung ist nur ein Baustein, aber ein ganz wichtiger.“ Die ersten positiven Effekte erwarte sie schon für dieses Jahr. „Diejenigen, die in Berlin ausgebildet werden, verbeamten wir sofort. Diese jungen Menschen gehen also wahrscheinlich nicht weg, es sei denn die große Liebe zieht sie ins Emsland“, sagte Busse. „Das ist schon mal ein erster Schritt. Dann gucken wir in einem weiteren, wer von den Lehrkräften zurückkommt, die in ein anderes Bundesland gegangen sind.“ Gleichzeitig plädierte Busse für eine gerechtere Verteilung der Lehrkräfte. „Berlin ist eine sehr große Stadt. Da müssen wir stärker steuern, dabei sind auch die Schulaufsichten gefragt“, so die Senatorin. „Es kann nicht sein, dass Kinder beispielsweise in Marzahn-Hellersdorf nicht genügend gute Lehrerinnen und Lehrer bekommen.“ Die Schulen seien personell ungleich ausgestattet. „Einige mit weit über 100 Prozent, andere liegen deutlich drunter. Da müssen wir für einen gerechten Ausgleich sorgen.“

Zu ihrer Arbeit als Senatorin sagte Busse, die zuvor rund 30 Jahre lang Schulleiterin in Neukölln war: „Jeder Start in ein neues Berufsfeld ist schwierig. Ich bin aber ein lernender Organismus.“

Auch ihre frühere Arbeit im Schulleiterverband sei eine politische Aufgabe gewesen, in der sie den politischen Betrieb bereits kennengelernt habe. „Aber natürlich ist es ein Unterschied, ob man jahrzehntelang in der Berliner Politik unterwegs war oder recht neu dazukommt. Ich lerne jeden Tag die Spielregeln aufs Neue, es schreckt mich auch nicht ab, und es macht mir weiterhin großen Spaß.“

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