Oktober 15, 2026 12:54 a.m. CEST

„Missverständnisse ausgeräumt“

Sondierungsgespräche in Berlin werden fortgesetzt

Aktualisiert am 14.10.2026 – 20:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Linken-Politikerin Elif Eralp will in Berlin Regierende Bürgermeisterin werden: „Ab morgen treffen wir uns weiter mit Grünen und SPD“. (Quelle: Soeren Stache/dpa/dpa-bilder)

Ein Streit über ein Papier zum Umgang mit Antisemitismus hat die Regierungsbildung in Berlin unterbrochen. Nun soll es weitergehen.

Linke, Grüne und SPD haben sich darauf verständigt, ihre gemeinsame Erklärung zum Vorgehen gegen Antisemitismus im Fall einer Regierungsbildung in den Koalitionsvertrag aufzunehmen. Das teilte die Linke-Fraktionsvorsitzende Elif Eralp auf dpa-Anfrage mit. „Wir sind heute mit Grünen und SPD zusammengekommen und haben ein gutes und offenes Gespräch geführt. Wir haben uns verständigt, die Missverständnisse zwischen uns sind ausgeräumt“, erklärte Eralp.

Die am Dienstagabend unterbrochenen Sondierungsgespräche sollen schon bald fortgesetzt werden: „Ab morgen treffen wir uns weiter mit Grünen und SPD, um über die zentralen Herausforderungen unserer wundervollen Stadt zu sprechen“, kündigte Eralp an.

Linke-Parteitag entscheidet über Koalitionsverhandlungen

„Die Spitzen aller drei Parteien stehen hinter der Berliner Vereinbarung.“ Für die drei Parteien sei klar: „Die Vereinbarung wird Bestandteil eines möglichen Koalitionsvertrages, über den die Parteien am Ende entscheiden“, so die Linke-Politikerin.

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„Zum Abschluss der Sondierungen mit Grünen und SPD entscheidet unser Parteitag, ob wir Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Grundlage werden das Sondierungspapier und die Berliner Vereinbarung sein, die wir in der vergangenen Woche getroffen haben.“ Zuvor hatte SPD-Fraktionschef Steffen Krach in der RBB-„Abendschau“ über die Verständigung informiert.

V.l.n.r.: Werner Graf (Die Grünen), Steffen Krach (SPD) und Kerstin Wolter (Die Linke) verhandeln über eine Regierungsbildung in Berlin. (Quelle: Annette Riedl)

Linke, Grüne und SPD hatten vergangene Woche vor Beginn der Sondierungen eine Vereinbarung geschlossen, wie sie im Falle einer Regierungszusammenarbeit mit antisemitischen Vorfällen in den Reihen der Linken umgehen wollen.

Darin sind auch Sanktionen bis hin zum Fraktionsausschluss angedacht. Am Dienstag unterschrieben die Mitglieder der Linken-Fraktion geschlossen allerdings eine inhaltlich davon in Teilen abweichende Erklärung zu dem Thema. Grüne und SPD hatten die Sondierungsgespräche daraufhin unterbrochen.

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