November 4, 2026 12:33 a.m. CET

Versammlung nach Dresden

Rechtsextremer Pegida-Gründer ist wieder aktiv

03.11.2026 – 23:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Bachmann hatte Pegida im Herbst 2014 mitgegründet und wurde zum bekanntesten Gesicht der Bewegung. (Quelle: Lea Winkler/dpa/dpa-bilder)

Lutz Bachmann hatte die regelmäßigen Kundgebungen im Oktober 2024 für beendet erklärt. Nun ist er zurück – mit einem neuen Format und einer Ankündigung.

Pegida-Gründer Lutz Bachmann hat am Dienstagabend in Dresden erstmals seit rund zwei Jahren wieder zu einer Versammlung aufgerufen. Etwa 450 Menschen folgten dem Aufruf und zogen anschließend in einem Marsch durch die Stadt. Bachmann hatte im Oktober 2024 nach 250 Kundgebungen das Ende der regelmäßigen Pegida-Demonstrationen verkündet.

Die Veranstaltung trug das Motto „ZEIT AUFZUSTEHEN!“ und fand auf dem Neumarkt statt. Bachmann hatte sie als „Dresdner Abendspaziergang mit neuem Format“ angekündigt. Der Veranstalter hatte im Vorfeld mit bis zu 350 Teilnehmern gerechnet. Auf eine Bühne und große Lautsprecher verzichtete Bachmann bewusst. Für seine einleitende Ansprache nutzte er ein Megafon, das er eigenen Angaben zufolge bereits bei der allerersten Pegida-Veranstaltung eingesetzt hatte.

Bachmann will zu Anfängen zurückkehren

In einem vorab auf Facebook veröffentlichten Video erklärte Bachmann, die zweijährige Pause genutzt zu haben, um über die Entwicklung der Bewegung nachzudenken. Er wolle zu den Anfängen zurückkehren, als die Veranstaltungen noch ohne große Bühnen und prominente Redner auskamen. Eine weitere Versammlung in diesem Format kündigte er für Dezember an.

Der Marsch verlief weitgehend ruhig. Am Lutherdenkmal kam es gegen Ende der Versammlung zu kurzen Wortgefechten und körperlichen Reibereien zwischen Teilnehmern und drei Männern mit Kameras. Die Polizei griff ein und sprach mit den Beteiligten.

Bachmann hatte Pegida im Herbst 2014 mitgegründet. Die Abkürzung steht für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Als er im Oktober 2024 das Ende der regelmäßigen Demonstrationen bekanntgab, nannte er unter anderem gesundheitliche und finanzielle Probleme als Gründe. Das Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen teilte auf Anfrage mit, Bachmann werde weiterhin als Rechtsextremist eingestuft und sei damit Beobachtungsobjekt der Behörde. Auch Pegida werde weiterhin als rechtsextremistische Bestrebung geführt.

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