Oktober 31, 2026 7:41 p.m. CET

Weiter kein Bundesliga-Heimsieg für Schalke

Zwei Tore aberkannt, zweimal getroffen – Leipzig feiert Sieg


Aktualisiert am 31.10.2026 – 17:43 UhrLesedauer: 3 Min.

Hee-chan Hwang von Schalke 04: Die Königsblauen bleiben zu Hause weiterhin sieglos. (Quelle: IMAGO/Celina Leiers)

Am achten Spieltag hoffte Schalke 04 auf seinen ersten Sieg zu Hause. RB Leipzig durchkreuzte die Pläne der Königsblauen allerdings.

Schalke 04 bleibt in seiner Aufstiegssaison weiterhin ohne Heimsieg. Im Duell gegen den Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig unterlagen die Königsblauen mit 0:2. Dabei hätte das Ergebnis deutlich höher ausfallen können: In der ersten Halbzeit wurden gleich zwei Tore der Sachsen aberkannt.

Ein Elfmeter-Tor von Antonio Nusa (37.) in der ersten Halbzeit brachte die Leipziger in Führung, ein Treffer von Rômulo in der 78. Minute machte am Ende alles klar. Die Gelsenkirchener stecken nach dem sechsten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg in der Abstiegszone fest, zudem droht ein unrühmlicher Rekord: Nur der FC St. Pauli blieb bislang in der Bundesligageschichte in den ersten fünf Heimspielen torlos.

  • Klubs bestätigen: Sportboss wechselt in die Bundesliga
  • Was war denn da los? Leroy Sané beleidigt Kameramann

So lief das Spiel

„Wir haben eine top Defensivstruktur“, hatte Schalke-Coach Miron Muslić vor der Partie bei DAZN betont. Erstmals in dieser Saison stellte der Trainer – auch wegen des Personalnotstands – jedoch auf eine Viererkette um. Diese geriet bereits nach drei Minuten in Bedrängnis, als Timo Becker einen Freistoß von David Raum unglücklich ins eigene Tor lenkte. Da Willi Orban zuvor im Abseits gestanden hatte, zählte der Treffer jedoch nicht.

Auch Schalke setze offensiv einen ersten Akzent. Bundesliga-Startelfdebütant Mertcan Ayhan schickte Junior Adamu mit einem cleveren Lupfer auf die Reise, dessen Abschluss Maarten Vandevoordt aber entschärfte (10.). Bei einer Leipziger-Doppelchance parierte Loris Karius stark gegen Nusa, ehe Rômulo über die Latte köpfte (15.). Trotz des Leipziger Tempos und der individuellen Klasse wirkte Schalke in der neuen Grundordnung defensiv durchaus stabil.

Das änderte sich auf denkbar unglückliche Weise: Nachdem die Schalker eine Situation im eigenen Strafraum eigentlich bereits geklärt hatten, übersah Satoshi Tanaka den heranstürmenden Rômulo und traf bei seinem Klärungsversuch statt des Balles den Leipziger. Schiedsrichter Max Burda zeigte sofort auf den Punkt. Nusa schoss den Ball beim fälligen Strafstoß unter lautstarken Pfiffen der Schalker Fans souverän ins linke Eck.

Antonio Nusa: Per Strafstoß machte er den ersten Treffer für RB Leipzig. (Quelle: IMAGO/Celina Leiers)

RB blieb anschließend am Drücker und drängte noch vor der Pause auf den zweiten Treffer. In der Nachspielzeit parierte Karius zunächst glänzend gegen Ezechiel Banzuzi, ehe er einen Schuss von Brajan Gruda nur nach vorne abwehren konnte. Rômulo schob den Abpraller ein, doch die Schalker hatten Glück: Da der Ball im Vorfeld bereits die Torauslinie überschritten hatte, wurde der Treffer nach VAR-Überprüfung aberkannt.

Aktie.
Die mobile Version verlassen