August 17, 2026 3:47 p.m. CEST

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

Marteria hat „keinen Bock“ auf die AfD


17.08.2026 – 14:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Rapper Marteria: Der gebürtige Rostocker lebt auf der Insel Rügen. (Quelle: IMAGO)

Der Rapper lebt auf Rügen und beobachtet dort die Stimmung der Menschen. Bei der Wahl im September hat er eine klare Grenze – aber noch keine Entscheidung.

Marteria weiß nach eigenen Angaben bisher nicht, welche Partei er bei der Landtagswahl im September in Mecklenburg-Vorpommern wählt. Klar ist aber, bei welcher Partei der Rapper definitiv nicht das Kreuzchen machen wird.

Er habe „tatsächlich keinen Bock“, dass die AfD die Landesregierung stellt, sagte der 43-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Er wisse aber auch um die Probleme und Stimmung etwa auf Rügen, wo er seit Jahren wohnt. „Ich hoffe, die Leute wählen richtig“, sagte der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Marten Laciny heißt und aus Rostock stammt.

Auch im April sprach Marteria im t-online-Interview über die AfD und sagte, er halte es für falsch, diese Partei zu wählen. „Weil diese Partei keine Probleme löst. Es ist bedrückend zu sehen, dass sich Menschen nach einer besseren Zukunft sehnen, aber eine Partei wählen, die in der Vergangenheit lebt: programmatisch, sprachlich, personell.“ Marteria meinte, das Problem lasse sich nur lösen, „wenn man miteinander spricht – nicht, indem man Menschen pauschal abstempelt.“

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Im Interview mit der dpa geht er auch auf die aktuelle Wirtschaftslage in Deutschland ein. „Ich merk‘ so eine Inflation zum ersten Mal richtig“, sagte Marteria. Er nehme erstmals wahr, dass Menschen weniger in Restaurants gingen, Hotels nicht ausgebucht seien und Urlauber sich lieber Ferienwohnungen nähmen und selbst kochten. Wenn er gegen 17 Uhr in den Supermarkt gehe, sei dort „die Hölle los“, so Marteria.

„Ich merke, es verändert sich gerade was, und die Leute sind unzufrieden.“ Er wünsche sich, dass Menschen wieder mehr zusammenrückten. Auch wenn das wie eine Floskel klinge, brauche es dafür seiner Ansicht nach einen Ruck. „Und dafür braucht es meines Erachtens Politiker, die glaubwürdig sind.“ Es brauche Menschen mit Rückgrat, „die Leute wieder abholen und in ihren Bann so ziehen“.

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