Beschluss der Verkehrsminister
Deutschlandticket wird teurer – das sollten Nutzer wissen
18.09.2025 – 15:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Deutschlandticket wird teurer: Ab 2026 zahlen Fahrgäste 63 Euro monatlich – ein Resultat der schwierigen Finanzierungsdiskussion zwischen Bund und Ländern.
Das bundesweit gültige Deutschlandticket soll ab dem 1. Januar 2026 teurer werden. Dann kostet es 63 Euro im Monat statt bisher 58 Euro. Darauf einigte sich die Verkehrsministerkonferenz der Länder am Donnerstag bei einer Sondersitzung in München, wie mehrere Nachrichtenagenturen berichten.
Das Ticket war im Mai 2023 für 49 Euro eingeführt worden. Es ermöglicht Fahrten mit Bus, Bahn, Tram und U-Bahn im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr – bundesweit.
Hintergrund der Preiserhöhung ist ein Streit über die Finanzierung. Bund und Länder hatten betont, das Deutschlandticket auch über das Jahr 2025 hinaus anbieten zu wollen. Doch die Finanzierung der künftig zu erwartenden Mehrkosten war bis zuletzt umstritten.
Aktuell tragen Bund und Länder jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich – insgesamt also drei Milliarden Euro. Diese Summe bleibt auch 2026 unverändert. Das Problem: Viele Verkehrsverbünde machen mit dem Ticket Verluste, weil frühere Abos zum Teil deutlich teurer waren. Ein Überblick über die wichtigsten Fragen:
Am 1. Januar 2026 steigt der Preis von 58 auf 63 Euro pro Monat.
Ja. Wer das Ticket bereits abonniert hat, zahlt ab Januar 2026 den neuen Preis. Eine Zustimmung ist nicht erforderlich.
Ja. Das Deutschlandticket bleibt weiterhin monatlich kündbar. Wichtig: Die Kündigung muss bis zum 10. Tag eines Monats für den Folgemonat erfolgen.
Laut Verkehrsunternehmen reichen die bisherigen drei Milliarden Euro nicht aus, um das Angebot langfristig zu finanzieren. Höhere Energie- und Personalkosten sowie Einnahmeverluste durch das vergleichsweise günstige Ticketmodell erhöhen den Druck auf die Verbünde.
Die Verkehrsministerkonferenz der Länder. Der Bund war bei der Sitzung in München lediglich als Gast vertreten. Die Erhöhung muss noch im Bundesrat bestätigt werden.
Bund und Länder zahlen jeweils 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Diese Summe bleibt auch 2026 bestehen.
Ab dem Jahr 2027 soll ein sogenannter Preismechanismus greifen. Der Preis des Deutschlandtickets soll dann regelmäßig anhand eines Kostenindexes angepasst werden. Dieser Index wird bis Herbst 2025 erarbeitet und soll unter anderem Personal- und Energiekosten abbilden.
Ja. Mit dem Deutschlandticket kann weiterhin der gesamte öffentliche Nah- und Regionalverkehr in Deutschland genutzt werden.
Laut Angaben aus der Branche sind es rund 14 Millionen Menschen.














