September 28, 2026 12:52 p.m. CEST

Verdeckt und versteckt

Lasterkontrolle auf A1: Polizei traut ihren Augen kaum


28.09.2026 – 11:55 UhrLesedauer: 1 Min.

Kontrolle eines Lastwagens (Symbolfoto): Die Beamten mussten erst intensiv suchen, um das zu finden, was sie wollten. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Ein Kleintransporter ist auf dem Weg von Portugal nach Dänemark, als die Bremer Polizei ihn stoppt. Bei der Kontrolle fallen den Beamten ungewöhnliche Zahlen auf.

Mehr als 2.600 Kilometer in nur zwei Tagen: Eine Routinekontrolle der Bremer Polizei hat für einen 32 Jahre alten Fahrer am Sonntag kurz vor Mahndorf ein vorläufiges Ende seiner Reise bedeutet.

Die Verkehrsbereitschaft stoppte den serbischen Kleintransporter laut Angaben gegen 14.45 Uhr. Er war von Portugal auf dem Weg nach Dänemark. Bei der Kontrolle nahmen die Beamten auch die Lenk- und Ruhezeiten des Fahrers unter die Lupe.

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Dabei zeigte sich laut Polizei: Innerhalb von gut 48 Stunden hatte der Mann 2.667 Kilometer zurückgelegt und mehr als 31 Stunden am Steuer gesessen. Teilweise sei er mehrere Stunden ohne Pause gefahren.

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Zunächst erklärte der 32-Jährige den Beamten, sein Fahrzeug besitze keinen Fahrtenschreiber. Sein Chef habe ihm deshalb aufgetragen, seine Zeiten handschriftlich festzuhalten. Doch bei genauerer Suche entdeckten die Polizisten ein Kontrollgerät im Fahrzeug. Es war nach Polizeiangaben mit Klebeband verdeckt und versteckt worden. Anschließend verglichen die Beamten die gespeicherten Daten mit den handschriftlichen Angaben des Fahrers. Dabei stellten sie erhebliche Abweichungen fest.

Für den 32-Jährigen war die Fahrt damit beendet. Die Polizei ordnete eine 45-stündige Ruhepause an und erhob eine Sicherheitsleistung von 1.000 Euro. Das weitere Verfahren übernimmt das Bundesamt für Logistik und Mobilität. Auch dem Unternehmer drohen nach Angaben der Polizei weitere Bußgelder in vierstelliger Höhe.

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