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„Wir müssen unsere Wirtschaft retten“

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Zwischen Ampelkoalition und Union ist ein Streit um die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken entbrannt. CDU und CSU wollen diese zur Abstimmung stellen. Im „ntv Frühstart“ verteidigt Fraktionsvize Wadephul das Vorgehen – und fordert eine Erklärung von der Regierung.

Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Johann Wadephul hat den Antrag seiner Fraktion zur Laufzeitverlängerung der übrigen Atomkraftwerke verteidigt. „Man kann doch niemandem erklären, dass wir drei Atomkraftwerke ausschalten, wenn völlig unklar ist, wie wir energetisch durch den Winter kommen“, sagte der CDU-Politiker im „ntv Frühstart“. In der jetzigen Lage müsse alles dafür getan werden, um die Energieversorgung in Deutschland zu gewährleisten.

Wadephul kritisierte vor allem, dass die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP nicht ausreichend prüfen würde, ob die auslaufenden Atomkraftwerke nicht doch übergangsweise am Netzt gelassen werden könnten. „Hier gibt es eine ideologische Schranke“, sagte der CDU-Politiker. Er kritisierte, dass die Grünen nicht festlegen könnten, was moralisch und politisch verantwortbar sei und was nicht. „Wir kaufen Atomstrom aus Frankreich und sogar aus der Ukraine. Diese Atomkraftwerke sind sicher nicht besser als unsere. Das muss die Regierung mal erklären.“

Es sei in der jetzigen Lage unsinnig, eine Form der Energiegewinnung komplett auszuschalten, sagte Wadephul weiter. „Wir müssen unsere Wirtschaft retten, wir müssen über den Winter kommen und wir müssen dafür sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger immer sicher versorgt sind.“

Während die Union eine Laufzeitverlängerung der drei noch am Netz befindlichen Atomkraftwerke fordert, hält die Bundesregierung am beschlossenen Aus zum Jahresende fest. Über den Unions-Antrag zur Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke soll noch in dieser Woche im Bundestag abgestimmt werden.

„Es wird schwer für die Ukraine“

Wadephul schaut zudem besorgt auf den Vormarsch des russischen Militärs im Donbass. „Es wird schwer für die Ukraine“, sagte der Fraktionsvize. „Die Übermacht der Russen ist groß. Das werden die Ukrainer alleine nicht schaffen können.“ Der Verteidigungsexperte forderte mehr Unterstützung durch die Bundesregierung: „Wir müssen jetzt aktiver werden und dürfen nicht ermüden. Wir müssen die Ukraine mehr unterstützen.“

Wadephul betonte, dass die bisherigen Waffenlieferungen aus Deutschland zwar wichtig gewesen seien, jedoch nicht ausreichend. Vor allem Marder-Schützenpanzer würden ausreichend zur Verfügung stehen. Die Bundeswehr würde diese nicht mehr benötigen und der Ukraine könnten sie helfen. „Es gibt keine Erklärung warum die nicht geliefert werden“, sagte Wadephul. „Das werden wir dem Bundeskanzler nicht durchgehen lassen.“

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