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Weitere Schülerinnen im Iran vergiftet

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Seit Monaten häufen sich Gift-Attacken auf Mädchenschulen im Iran, vermutlich um Frauen am Schulbesuch zu hindern. Jetzt werden zehn weitere Anschläge in Ardabil und Teheran gemeldet. Auch der iranische Präsident Ebrahim Raisi schaltet sich ein.

Nach zahlreichen Fällen von Vergiftungen an Mädchenschulen im Iran hat sich Präsident Ebrahim Raisi eingeschaltet. Über seine Website gab er bekannt, dass Innenminister Ahmad Vahidi von nun an fortlaufend über den Ermittlungsstand zu den mysteriösen Vorfällen informieren werde. Er habe Vahidi damit betraut, “um die Ängste der Angehörigen zu besänftigen”, hieß es.

Am Mittwoch berichteten iranische Medien über neue Giftattacken an insgesamt zehn Mädchenschulen, sieben in der nordwestlich gelegenen Stadt Ardabil und drei in der Hauptstadt Teheran. Mehr als hundert Schülerinnen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Seit etwa drei Monaten werden im Iran immer wieder Vergiftungen an Mädchenschulen gemeldet, hinter denen Behörden den Versuch vermuten, Mädchen von der Schulbildung auszuschließen. Der genaue Ablauf der Giftattacken und ihre Verantwortlichen sind bisher nicht geklärt.

Bislang mussten nach Angaben eines iranischen Abgeordneten beinahe 1200 Schülerinnen mit Atemnot ärztlich behandelt werden, davon 800 alleine durch Vergiftungen in der südlich von Teheran gelegenen Stadt Ghom. Die Substanzen, die in Ghom gegen die Mädchen eingesetzt wurden, enthielten offenbar Spuren von Stickstoff.

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