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Unionsanhänger würden Markus Söder wählen

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Die Details des aktuellen RTL/ntv-Trendbarometers sind keine ermutigenden für CDU-Chef Friedrich Merz. Ob in der Union insgesamt, in der eigenen Partei oder im Bundesland Nordrhein-Westfalen: Nirgendwo wäre er der bevorzugte Kanzlerkandidat. Der heißt Markus Söder.

Müssten sich die Anhänger der Union aktuell für einen Kanzlerkandidaten entscheiden, wäre das der bayerische Ministerpräsident Markus Söder. In einer Forsa-Umfrage für RTL/ntv halten 38 Prozent Söder für den geeignetsten nächsten Kandidaten der Schwesterparteien. CDU-Chef Friedrich Merz, der auch Oppositionsführer im Bundestag ist, kommt im Vergleich nur auf 23 Prozent.

Für Merz sind die Umfrageergebnisse auch im Detail düster. Von den Anhängern der CDU halten nur 24 Prozent ihren eigenen Parteichef, 34 Prozent aber Söder für den besseren Kanzlerkandidaten. Von den CSU-Anhängern halten nur 18 Prozent den Vorsitzenden der Schwesterpartei, 59 Prozent hingegen den eigenen Vorsitzenden für einen geeigneten Kanzlerkandidaten.

Nach den Wahlerfolgen von Daniel Günther in Schleswig-Holstein und von Hendrik Wüst in Nordrhein-Westfalen sind jedoch auch diese beiden als potenzielle Kanzlerkandidaten der Union im Gespräch. Die Wahlberechtigten in der gesamten Republik halten beide für ähnlich geeignet wie Merz.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: In Nordrhein-Westfalen obenauf.

(Foto: IMAGO/Bernd Elmenthaler)

Auch in den Bundesländern hat Merz Probleme. In Bayern halten 41 Prozent der dortigen Wahlberechtigten Söder und nur 13 Prozent Merz für den geeignetsten Kanzlerkandidaten. In Nordrhein-Westfalen, Merz‘ Heimatbundesland, übertrifft Söder ihn ebenfalls. Aber am ehesten halten die Wahlberechtigten an Rhein und Ruhr ihren amtierenden und vermutlich auch zukünftigen Ministerpräsidenten Wüst für geeignet, der nächste Kanzlerkandidat der Union zu werden.

CSU in Bayern wieder erstarkt

Die CSU würde – wenn der Bundestag jetzt neu gewählt würde – wie schon bei der letzten Wahl im September 2021 mit 36 Prozent ein deutlich besseres Ergebnis erzielen als die CDU im übrigen Bundesgebiet mit 26 Prozent. Würde auch die CSU in Bayern nur 26 Prozent erhalten wie die CDU in ihrem Wahlgebiet, käme die Union insgesamt – wie schon bei der Bundestagswahl vor 8 Monaten – auf ein um einen Prozentpunkt schlechteres Ergebnis: 26 statt 27 Prozent mithilfe der CSU.

Bei einer Landtagswahl im Freistaat könnte die CSU mit einem deutlich besseren Ergebnis rechnen als bei einer Bundestagswahl und würde wieder die 40-Prozent-Marke erreichen. Wie die Landes-CDU in Schleswig-Holstein und in NRW verfügt somit auch die CSU in Bayern über einen ausgeprägten „Landesbonus“ im Vergleich zur Union insgesamt.

Dieser Landesbonus beruht vor allem darauf, dass der CSU eine deutlich höhere politische Kompetenz zugetraut wird als der Union insgesamt: So glauben 38 Prozent der bayerischen Wahlberechtigten, dass die CSU die Partei ist, die mit den Problemen im Freistaat am besten fertig wird. Dass die Union insgesamt politische Kompetenz besitzt, glauben hingegen – wie auch die Wahlberechtigten in ganz Deutschland – nur 11 Prozent.

Dieser Vorteil beruht zusätzlich darauf, dass Markus Söder im Freistaat beliebt ist. Könnten die bayerischen Wahlberechtigten ihren Ministerpräsidenten selbst wählen, würden sich 53 Prozent für ihn und nur wenige für die beiden Konkurrenten von SPD und Grünen entscheiden.

Die Daten zum Kanzlerkandidaten der Union wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 2. bis 3. Juni 2022 erhoben. Datenbasis: 1.001 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte. Die Daten zur politischen Stimmung in Bayern wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 23. Mai bis 3. Juni 2022 erhoben. Datenbasis: 1.049 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa
Forsa – Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland

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